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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayRussland überzieht Ukraine mit Angriffen
Kiews Weltkulturerbe brennt
Aktualisiert am 15.06.2026 - 07:35 UhrLesedauer: 2 Min.
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Meterhohe Flammen steigen aus dem Dachbereich des Gebäudes.
Die russische Armee hat Raketen auf die ukrainische Hauptstadt gefeuert. Ein zum Weltkulturerbe zählendes Heiligtum der orthodoxen Kirchen wurde beschädigt.
Während einer neuen Welle russischer Luftangriffe auf die Ukraine ist auch die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Kiewer Höhlenklosters in Brand geraten. "Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters", schrieb der Militärgouverneur der Dreimillionenstadt, Tymur Tkatschenko, bei Telegram.
Flammen züngelten aus dem Dach unter den vergoldeten Kuppeln der Mariä-Entschlafens-Kathedrale, wie auf Bildern zu sehen ist. Sie liegt auf dem Klostergelände, das wiederum ukrainisches Staatseigentum ist. Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko sprach auf der Plattform X von einem brutalen Angriff auf das ukrainische Erbe.
Unklar blieb, ob die weltberühmte Pilgerstätte wegen direkter Einschläge russischer Geschosse oder durch herabfallende Trümmer nach dem Einsatz der Flugabwehr in Brand geraten war.
Die Klosteranlage auf den Hügeln am Fluss Dnipro steht unter dem Schutz der UN-Kulturorganisation Unesco und gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe. Ihre Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Herzstück ist die 1941 im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kathedrale, die erst Ende der 1990er-Jahre wieder aufgebaut wurde.
Im unteren Teil des Klostergeländes mit mehreren Museen befindet sich das im Mittelalter angelegte Höhlensystem mit mumifizierten Überresten von Geistlichen. Dieser Teil wird weiterhin von der ukrainisch-orthodoxen Kirche genutzt, die sich bis zum russischen Einmarsch 2022 als Teil des Moskauer Patriarchats sah, danach jedoch von Moskau lossagte.
Explosionen in Kiew – fünf Tote in Charkiw
Landesweit gab es ukrainischen Behördenangaben zufolge bei den russischen Angriffen mehrere Tote und Dutzende Verletzte. Laut Medienberichten setzten die russischen Angreifer ersten Erkenntnissen zufolge mehr als 50 Raketen und rund 500 Drohnen ein.
In der Innenstadt von Kiew waren in der Nacht zunächst knapp zwei Dutzend – mutmaßlich von der Flugabwehr ausgelöste – Explosionen zu hören, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge und mindestens 23 Verletzte. Demnach kam es auch zu weitflächigen Stromausfällen und Bränden. Etwa 30 Fahrzeuge sollen in Flammen aufgegangen sein. Militärgouverneur Tkatschenko sprach von mehr als 40 Einschlägen in der Hauptstadt.
Auch aus anderen ukrainischen Regionen wurde heftiger Beschuss gemeldet. Allein in Charkiw seien fünf Rettungskräfte infolge der Luftangriffe getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, berichtete das Nachrichtenportal "The Kyiv Independent" unter Berufung auf Gouverneur Oleh Synjehubow. In Dnipro habe es mindestens einen Verletzten gegeben, hieß es. Keine dieser Angaben ließ sich zunächst unabhängig überprüfen.


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