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Massive russische Angriffe – Polen lässt Kampfjets aufsteigen
Aktualisiert am 15.06.2026 - 07:49 UhrLesedauer: 24 Min.

Rettungskräfte löschen ein Feuer in einem Wohnhaus, das nach einem russischen Angriff in Kiew zerstört wurde. (Archivbild) (Quelle: Evgeniy Maloletka/AP/dpa)
Russland überzieht die Ukraine mit Raketenangriffen. Die Hauptkirche des von der Unesco geschützten Kiewer Höhlenklosters steht in Brand. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Montag, 15. Juni
Ukraine: Russland hat mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Militärs die Ukraine in der Nacht mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge seien 50 der Raketen und 582 der Drohnen abgefangen worden, teilt das Militär auf Telegram mit. Bei den Drohnen habe es sich um verschiedene Typen gehandelt.
Zwei Brücken zur Krim bei Drohnenangriff beschädigt
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind zwei Brücken zwischen dem russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Cherson und der Halbinsel Krim beschädigt worden. Der Verkehr sei ausgesetzt worden, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo auf dem Messengerdienst Telegram mit. Auf der von Russland annektierten Krim ist es nach der jüngsten Zunahme von Angriffen zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung gekommen.
Massive Angriffe: Kiews Wahrzeichen brennt
Infolge eines russischen Raketenangriffs auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Kiewer Höhlenklosters in Brand geraten. "Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters", schrieb der Militärgouverneur der Dreimillionenstadt, Tymur Tkatschenko, bei Telegram. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder zeigten Flammen im Dachbereich der Mariä-Entschlafens-Kathedrale mit ihren vergoldeten Kuppeln. Sie liegt auf dem Klostergelände, das zum ukrainischen Staatseigentum gehört. Hier lesen Sie mehr.
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Polen lässt Kampfjets aufsteigen
Als Reaktion auf die russischen Luftangriffe auf die Ukraine lässt Polen eigene Kampfjets aufsteigen. Zudem werden bodengestützte Luftabwehrsysteme und die Radaraufklärung in Bereitschaft versetzt, teilen die polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge präventiver Natur. Sie dienen dem Schutz des eigenen Luftraums, insbesondere in den an die Ukraine grenzenden Gebieten.
Russland greift Kiew und Charkiw mit Raketen an
Die russische Armee hat die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen angegriffen. In der Innenstadt waren in der Nacht zum Montag knapp zwei Dutzend Explosionen mutmaßlich von der Flugabwehr zu hören, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge. Es kam demnach zu Stromausfällen. Zudem seien Brände ausgebrochen. Über mögliche Opfer wurde vorerst nichts bekannt. In der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw kamen nach Angaben von Innenminister Ihor Klymenko fünf Rettungskräfte bei einem zweiten russischen Angriff ums Leben, mindestens fünf weitere wurden verletzt.
Sonntag, 14. Juni
Putin gratuliert Trump zum Geburtstag
Kremlchef Putin hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat zum 80. Geburtstag gratuliert. Trump sei dabei erneut für eine Einstellung der Kampfhandlungen in der Ukraine eingetreten, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den außenpolitischen Berater des Kremls, Juri Uschakow. In dem Gespräch seien zudem der Iran-Krieg und die bilateralen Beziehungen besprochen worden.
Russen töten 73-Jährige mit Drohne
In der Südostukraine ist eine 73-jährige Frau durch eine ferngesteuerte russische Drohne getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff auf ein Auto nahe dem Dorf Bilenke verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Saporischschja, Iwan Fedorow, auf Telegram mit. Alle Insassen waren demnach über 70 Jahre. Bilenke liegt unweit des Westufers des Flusses Dnipro, der in dieser Region ukrainische und russische Truppen voneinander trennt.
Starmer: Streitkräfte fangen Öltanker der Schattenflotte ab
Großbritannien hat nach Angaben von Premierminister Keir Starmer einen Öltanker der sogenannten russischen Schattenflotte beim Versuch abgefangen, den Ärmelkanal zu durchqueren. Der Streitkräfte-Einsatz sei auf seine Anweisung hin in den frühen Morgenstunden erfolgt, teilt Starmer auf der Plattform X mit. Die erfolgreiche Operation versetze Russland einen weiteren Schlag.
In einer sechs Stunden dauernden Operation enterten Royal Marine Commandos und speziell ausgebildete Strafverfolgungsbeamte der National Crime Agency das Schiff, schreibt die BBC.
Russland betreibt eine "Schattenflotte" von Tankern mit undurchsichtigen Eigentümerstrukturen, um die gegen seine Ölexporte verhängten internationalen Sanktionen zu umgehen.
Russisches Chemiewerk nach Angriffen in Brand
Das Chemiewerk Azot in der russischen Stadt Novomoskowsk ist nach Berichten in sozialen Netzwerken in der Nacht zum 14. Juni in Brand geraten. Nach Angaben des unabhängigen Telegram-Kanals Exilenova Plus sei die Anlage nach Angriffen in Flammen aufgegangen. Eine offizielle Bestätigung steht bislang aus.
Das Werk liegt in der Region Tula rund 395 Kilometer von der Ukraine entfernt. Berichten zufolge ereigneten sich die Angriffe in der Nacht. Weitere Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten wurden zunächst nicht bekannt. Behörden sprachen von heruntergefallenen Drohnentrümmern, die das Werk beschädigten. Offiziell werden von russischer Seite erfolgreiche ukrainische Drohnenangriffe fast nie bestätigt.
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