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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayProtest gegen Arbeitsbedingungen
Melonis Mitarbeiter streiken
Aktualisiert am 12.06.2026 - 09:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Parlament (Archivbild): Ihre Regierung schränkt das Arbeit von zu Hause ein. (Quelle: IMAGO/Andrea Calandra/imago)
In Italien gehen Staatsangestellte im Büro der Ministerpräsidentin in den Streik. Sie protestieren gegen eine Regeländerung und die Arbeitsbedingungen.
Aufstand im Büro der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Ihre Mitarbeiter sind am Donnerstag in einen eintägigen Streik getreten. Der Grund ist eine Einschränkung bei der Home-Office-Nutzung. Die Regierung hatte eine neue Regelung für Staatsbeamte beschlossen.
Demnach dürfen die Mitarbeiter in Behörden nur noch 52 Tage im Jahr von zu Hause aus arbeiten – halb so viele wie bislang. Wie die "Financial Times" und der britische "The Telegraph" berichten, klagen die Staatsangestellten auch über die Arbeitsbedingungen. So sei es in den Amtsstuben oft überfüllt, die Büros werden nicht in Schuss gehalten und es gebe sogar Probleme mit Tauben und Hornissen, die eindringen. In vielen Gebäuden funktioniere die Klimaanlage nicht, in einem Büro fiel im April sogar die Decke herunter.
Notausgänge werden laut den Angestellten oft durch geparkte Fahrzeuge versperrt, und Ratten wurden laut Angaben der Gewerkschaft nicht nur in Büros, sondern auch in Kantinen und Kindertagesstätten für die Kinder von Regierungsangestellten gesichtet. Deshalb ziehen sich viele zum Arbeiten gerne in die eigenen vier Wände zurück.
Viel Zeit für die Anfahrt zur Arbeit
Rund 3.500 festangestellte Fach-, Verwaltungs- und Büroangestellte arbeiten für das Sekretariat der italienischen Ministerpräsidentin, das auf etwa 20 Gebäude in Rom verteilt ist. Eine Mitarbeiterin namens Ivana sagte der "FT", die Regierung vertraue ihren Angestellten offenbar nicht. "Aber wenn du mir nicht vertraust, dann kann ich nicht in Ruhe arbeiten und nicht so viel wegschaffen, wie ich eigentlich könnte", fügte sie bei einer Protestveranstaltung in Rom hinzu.
Die linke Gewerkschaft USB beklagte laut der "Times", dass die Reduzierung von Home-Office-Stunden die Work-Life-Balance störe und auch außer Acht lasse, dass viele Angestellte lange Anfahrtswege und -zeiten haben. Laut "Telegraph" hätten Studien gezeigt, dass die Römer durchschnittlich 71 Stunden pro Jahr im Stau stehen.
Das Büro des Ministerpräsidenten erklärte, dass die Anwesenheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz "die Effektivität, Geschwindigkeit und Qualität der Arbeit steigert". Regierungsvertreter betonen außerdem, dass sie die Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung verstärkt und die Müllabfuhr verbessert haben, um das Schädlingsproblem in den Griff zu bekommen.


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