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Firmenpleiten: Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal gestiegen

6 days ago 4

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In Deutschland haben im ersten Vierteljahr deutlich mehr Unternehmen Insolvenz angemeldet als im Vorjahreszeitraum. Stark betroffen war der Bereich Verkehr und Lagerei.

Quelle: DIE ZEIT, Reuters Aktualisiert am 12. Juni 2026, 10:24 Uhr

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Firmenpleiten Deutschland Unternehmensinsolvenzen Statistisches Bundesamt
Im ersten Quartal des Jahres mussten in Deutschland mehr Unternehmen Insolvenz anmelden als im Vorjahr. © Bernd Weißbrod/​dpa

Im ersten Quartal haben in Deutschland mehr Unternehmen Insolvenz angemeldet als im selben Zeitraum des Vorjahres. Wie das Statistische Bundesamt ​mitteilte, wurden in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 6.275 Unternehmensinsolvenzen bei den Amtsgerichten beantragt. Das waren 6,5 Prozent mehr als von Januar bis März 2025.

Zuletzt stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen laut Bundesamt besonders stark an, im März um 15,8 Prozent. Am stärksten betroffen war der Bereich Verkehr ​und Lagerei. Im ersten Quartal standen 10.000 Unternehmen in dem Sektor 32,1 Insolvenzfällen gegenüber. Zu dem Bereich  gehören beispielsweise Unternehmen aus der Schifffahrt, der Luftfahrt oder der Personenbeförderung im Eisenbahnverkehr. Dahinter folgten mit besonders vielen Pleiten das Gast- und das Baugewerbe.

Zugleich sanken die Forderungen der Gläubiger deutlich: von 19,9 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf rund 9,3 Milliarden Euro. Es handelt sich dabei um die Forderungen aus den gemeldeten Unternehmensinsolvenzen. Laut dem Bundesamt ist der Rückgang darauf zurückzuführen, dass im ersten Quartal 2025 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im ersten Quartal 2026.

Experte rechnet mit mehr Firmeninsolvenzen

Der Chefökonom der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, Patrik-Ludwig Hantzsch, rechnet wegen der mauen Konjunktur auch im ‌Gesamtjahr mit mehr Firmeninsolvenzen. Kürzlich sagte er: »Es wird ‌auch 2026 wieder mehr Insolvenzen und vor ​allem Schließungen geben.« Es komme nicht nur darauf an, wie viele Insolvenzen es gebe, sondern vor allem darauf, wen es treffe. »Besonders besorgniserregend ‌ist derzeit, dass viele Unternehmen und Betriebe aus dem ​verarbeitenden Gewerbe trotz eigentlich gesunder Unternehmensstruktur aus dem Markt austreten müssen.«

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