PROTECT YOURSELF with Orgo-Life® QUANTUM TECHNOLOGY
Orgo-Life the new way to the future Advertising by Adpathway"Markus Lanz" zur Fußball-WM
Eine "Bromance" zum Fremdschämen
Aktualisiert am 12.06.2026 - 06:32 UhrLesedauer: 3 Min.
Horrende Ticketpreise, Schikane gegen Turnierteilnehmer und eine "Bromance" zum Fremdschämen: Bei "Markus Lanz" zeichneten die Gäste ein düsteres Bild des WM-Hauptgastgebers USA.
Nach einem bereits mehrstündigen Fußballabend im ZDF mit dem WM-Eröffnungsspiel Mexiko – Südafrika aus Mexiko-Stadt widmete sich Markus Lanz in einer einstündigen Spätausgabe dem Hauptgastgeberland des Turniers, den USA. Dazu angetan, die Vorfreude auf das sportliche Großereignis zu erhöhen, war die Sendung allerdings nicht. Gleich zum Einstieg thematisierte die eingeladene Journalisten-Runde die horrenden Ticketpreise, die durch das vom Weltverband Fifa eingeführte "Dynamic Pricing" auf offiziellen Plattformen befeuert werden, also Preise, die sich ständig ändern und nach oben nicht gedeckelt sind.
Gäste:
- Annett Meiritz, "Handelsblatt"-Redakteurin
- Markus Feldenkirchen, "Spiegel"-Autor
- Thomas Kistner, Sportjournalist ("Süddeutsche Zeitung")
"Absoluten Wahnsinn" nannte der "Spiegel"-Autor und ehemalige USA-Korrespondent Markus Feldenkirchen die Tatsache, dass Karten fürs Finale bereits für Millionensummen gehandelt werden, und bekannte: "Das ist nicht mehr mein Sport." Die Fifa habe hier Methoden des Schwarzmarkts adaptiert, erklärte Thomas Kistner. Der Sportjournalist der "Süddeutschen Zeitung" verwies darauf, dass der Verband bei jedem Weiterverkauf von Käufer wie Verkäufer üppige 15 Prozent "Bearbeitungsgebühr" kassiere. In der Schweiz hätten bestimmte Angebote gar die Glücksspielbehörde auf den Plan gerufen. Dass selbst bei den grundsätzlich für Sport-Events zahlungsbereiten US-Amerikanern "ein Kipppunkt" erreicht sein könnte, vermutete "Handelsblatt"-Redakteurin Annett Meiritz, auch sie ehemalige USA-Korrespondentin.
Meiritz erinnert an den Fifa-Friedenspreis für Trump
"Wie sehr nützen sich Infantino und Trump?", lenkte Lanz den Blick auf das bekanntermaßen enge Verhältnis zwischen dem Fifa- und dem US-Präsidenten. Von einer "Bromance" sprach da Annett Meiritz und rief in Erinnerung, dass der Fußball-Funktionär im vergangenen Jahr sogar eigens einen "Friedenspreis" für den Mann im Weißen Haus erfunden hat. "Er hat ihn einfach zugeschleimt", stellte Markus Feldenkirchen fest und fügte sarkastisch hinzu: "Jetzt wird auch nicht mehr wegen Korruption gegen die Fifa ermittelt."
Das nämlich hatten das US-Justizministerium und das FBI ab 2010 sehr wohl getan, wie Thomas Kistner rekapitulierte. In der Folge wurden 2015 im Luxushotel "Baur au Lac" in Zürich mehrere Fifa-Funktionäre verhaftet, wenig später musste der damalige Präsident Joseph S. Blatter angesichts des wachsenden internationalen Drucks zurücktreten. Nutznießer des Skandals: Gianni Infantino, zu der Zeit Generalsekretär des damaligen Uefa-Präsidenten Michel Platini. Wenig später, so Kistner, sei Infantino dann zu einem ominösen Treffen nach New York geflogen und von den USA wohl als der Mann identifiziert worden, der dem Land nach der Niederlage gegen Katar am ehesten eine WM verschaffen könnte.


1 week ago
6






















English (US) ·
French (CA) ·
French (FR) ·