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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwaySkandal beim US-Militär
Hegseth beendet Impfpflicht – dann erkranken fast 160 Soldaten
19.06.2026 - 18:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Verteidigungsminister Pete Hegseth: Der Pentagon-Chef kämpft mit einem Grippeausbruch. (Quelle: IMAGO/Aaron Schwartz / Pool via CNP /MediaPunch/imago)
Auf einem US-Luftwaffenstützpunkt in Texas sind viele Soldaten an Grippe erkrankt. Ein Rekrut ist sogar gestorben, die Zusammenhänge werden geprüft.
Knapp zwei Monate nach dem Ende der verpflichtenden Grippeschutzimpfung für US-Soldaten hat es auf einem texanischen Luftwaffenstützpunkt einen Grippeausbruch gegeben. Nach Angaben mehrerer US-Medien sind auf der Lackland Air Force Base in San Antonio rund 160 Soldaten erkrankt. Offiziell spricht die Luftwaffe von einem "lokal begrenzten Grippeausbruch".
Der Ausbruch betrifft demnach den 37. Ausbildungsflügel der Luftwaffe. Dort durchlaufen nach Angaben der "Washington Post" jährlich mehr als 36.000 Rekruten die militärische Grundausbildung. Laut der Zeitung breiteten sich die Infektionen in den vergangenen drei Wochen aus.
Nur etwa 40 Prozent ließen sich impfen
Der Ausbruch ist brisant, weil US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die jahrzehntealte Impfpflicht erst am 21. April abgeschafft hatte. Die Regel wurde offiziell nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt. Der Ausbruch der Spanischen Grippe von 1918 bis 1920 hatte die Einsatzbereitschaft amerikanischer Truppen schwer beeinträchtigt; mehr als 26.000 US-Soldaten starben damals.
Hegseth begründete das Ende der Pflicht unter anderem mit religiösen Gründen und medizinischer Selbstbestimmung. In einer Videobotschaft an die Truppe erklärte er: "Dein Körper, dein Glaube und deine Überzeugungen sind nicht verhandelbar." Zugleich bezeichnete er die bisherige Vorgabe als "absurde, überzogene" Regel.
Nach der Änderung der Impfpolitik haben sich laut "New York Times" nur etwa 40 Prozent der Auszubildenden der Luftwaffe freiwillig gegen Grippe impfen lassen. Ob die nun Erkrankten geimpft waren, blieb zunächst unklar.
Tod eines Rekruten wird untersucht
Die Luftwaffe teilte mit, erkrankte Rekruten würden isoliert und medizinisch behandelt. Medizinisches Personal beobachte zudem Personen, die engen Kontakt zu Erkrankten hatten. Sie sollen zur Ausbildung zurückkehren, sobald Ärzte sie dafür freigeben.
Zudem prüfen die Behörden, ob der Tod eines Rekruten mit dem Ausbruch zusammenhängt. Der Auszubildende Keon McDaniel war nach Angaben der Luftwaffe in seiner sechsten Woche der Grundausbildung, als er nach einem medizinischen Notfall ins Krankenhaus gebracht wurde und starb. Eine Untersuchung zur Todesursache läuft.
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