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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNewsblog zum Krieg in der Ukraine
Frankreich vergleicht Angriff auf Kloster mit Angriff auf Notre-Dame
Aktualisiert am 15.06.2026 - 11:13 UhrLesedauer: 4 Min.

Ein Weltkulturerbe: Das Dach der Mariä-Entschlafens-Kathedrale der Kiewer Pechersk-Lawra brennt. (Quelle: Danylo Antoniuk/dpa)
Russland überzieht die Ukraine mit Luftangriffen. Die Hauptkirche des von der Unesco geschützten Höhlenklosters in Kiew brennt. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Montag, 15. Juni
Wadephul verurteilt russische Angriffe als "ruchlose Attacken"
Außenminister Johann Wadephul hat die nächtlichen russischen Luftangriffe auf die Ukraine scharf verurteilt. Der CDU-Politiker sprach am Rande eines Treffens mit seinen EU-Amtskollegen in Luxemburg von "ruchlosen Attacken", die sich unter anderem gegen europäische Kulturgüter von unschätzbarem Wert gerichtet hätten. "Das zeigt: Eine echte Bereitschaft besteht auf russischer Seite bisher nicht, in Verhandlungen einzutreten", ergänzte der CDU-Politiker mit Blick auf Spekulationen über eine mögliche Wiederaufnahme von Gesprächen über einen Waffenstillstand. Deswegen werde man die Ukraine weiter unterstützen und die Sanktionspolitik gegen Russland fortsetzen.
Frankreich: Angriff auf Kiewer Kloster gleicht Angriff auf Notre-Dame
Frankreich hat die jüngsten Angriffe Russlands auf die Ukraine verurteilt. Außenminister Jean-Noël Barrot verglich den Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster Petscherska Lawra mit einem Bombardement der Pariser Kathedrale Notre-Dame. "Dies ist ein Unesco-Weltkulturerbe, was für uns in Frankreich so wäre, als ob Notre-Dame oder Saint-Denis bombardiert worden wären, was völlig inakzeptabel ist", sagte Barrot bei seiner Ankunft zu einem Treffen der EU-Außenminister. Mit Saint-Denis bezieht sich der Minister auf die Kathedrale in dem gleichnamigen bei Paris gelegenen Ort. Das im Zentrum Kiews gelegene Höhlenkloster aus dem Jahr 1051 gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Es wurde bei einem direkten Angriff in der Nacht schwer beschädigt.
Im Video | Kiew: Weltkulturerbe steht in Flammen
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Selenskyj fordert Reaktion der G7 auf Russlands Angriff
Der russische Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster ist Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge ein schweres Verbrechen gegen die christliche Kultur. "Ein russischer Angriff auf die Kiewer Petscherska Lawra hat die Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Brand gesetzt – eine Kirche, deren Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Und dies ist eines der bislang schwerwiegendsten Verbrechen Russlands gegen die christliche Kultur", schrieb Selenskyj auf X. Er forderte die G7-Staaten zudem auf, den Druck auf Russland zu erhöhen und die Hilfe für die ukrainische Luftabwehr zu verstärken.
Russland lockert wegen Engpässen Umweltvorgaben für Kraftstoffe
Wegen Engpässen bei der Versorgung erlaubt die russische Regierung einem Zeitungsbericht zufolge einigen Raffinerien die Produktion von Benzin und Diesel mit niedrigeren Umweltstandards für den heimischen Markt. Die bereits im Herbst eingeführte Maßnahme war zunächst bis zum 1. Mai befristet und sei nun verlängert worden, berichtete die russische Zeitung "Kommersant". Gestattet seien Abweichungen unter anderem beim Schwefelgehalt. Hintergrund der Engpässe sind monatelange ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien und Treibstofflager. In rund einem Dutzend Regionen gibt es Medienberichten zufolge Lieferprobleme. Die Behörden in der Region Udmurtien östlich von Moskau haben die Abgabe bestimmter Benzinsorten an Tankstellen des Ölkonzerns Tatneft wegen logistischer Probleme vorübergehend eingeschränkt.
Im Video | Russen stehen Kilometerlang Schlange
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Geistliche retten Ikonen aus brennendem Kloster in Kiew
Nach dem Brand auf dem Gelände des weltberühmten Höhlenklosters in Kiew sind die alten Ikonen und anderen Heiligtümer des orthodoxen Christentums nach Kirchenangaben in Sicherheit. Es sei eine rasche Rettung liturgischer Gegenstände und der Reliquien organisiert worden, teilte Metropolit Awraamij auf Facebook mit. Sie hätten "nicht nur kirchlichen, sondern auch nationalen und universellen Wert", sagte der von der staatlich anerkannten Orthodoxen Kirche der Ukraine eingesetzte Vorsteher.
Der Geistliche dankte allen Klosterbrüdern und den anderen Beteiligten der Rettungsaktion für die Erhaltung der Kirchenschätze. Die Beseitigung der Folgen des Angriffs dauere an, sagte er. Awraamij rief die internationale Gemeinschaft auf, sich unter den Bedingungen des andauernden Krieges für den Schutz des geistigen und kulturellen Erbes der Ukraine einzusetzen. Bei den russischen Angriffen auf Kiew wurden laut Behörden mindestens 4 Menschen getötet und 25 weitere verletzt.
Ukraine: Russland hat mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Militärs die Ukraine in der Nacht mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge seien 50 der Raketen und 582 der Drohnen abgefangen worden, teilt das Militär auf Telegram mit. Bei den Drohnen habe es sich um verschiedene Typen gehandelt.
Zwei Brücken zur Krim bei Drohnenangriff beschädigt
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind zwei Brücken zwischen dem russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Cherson und der Halbinsel Krim beschädigt worden. Der Verkehr sei ausgesetzt worden, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo auf dem Messengerdienst Telegram mit. Auf der von Russland annektierten Krim ist es nach der jüngsten Zunahme von Angriffen zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung gekommen.
Massive Angriffe: Kiews Wahrzeichen brennt
Infolge eines russischen Raketenangriffs auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Kiewer Höhlenklosters in Brand geraten. "Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters", schrieb der Militärgouverneur der Dreimillionenstadt, Tymur Tkatschenko, bei Telegram. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder zeigten Flammen im Dachbereich der Mariä-Entschlafens-Kathedrale mit ihren vergoldeten Kuppeln. Sie liegt auf dem Klostergelände, das zum ukrainischen Staatseigentum gehört. Hier lesen Sie mehr.
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Polen lässt Kampfjets aufsteigen
Als Reaktion auf die russischen Luftangriffe auf die Ukraine lässt Polen eigene Kampfjets aufsteigen. Zudem werden bodengestützte Luftabwehrsysteme und die Radaraufklärung in Bereitschaft versetzt, teilen die polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge präventiver Natur. Sie dienen dem Schutz des eigenen Luftraums, insbesondere in den an die Ukraine grenzenden Gebieten.
Russland greift Kiew und Charkiw mit Raketen an
Die russische Armee hat die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen angegriffen. In der Innenstadt waren in der Nacht zum Montag knapp zwei Dutzend Explosionen mutmaßlich von der Flugabwehr zu hören, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge. Es kam demnach zu Stromausfällen. Zudem seien Brände ausgebrochen. Über mögliche Opfer wurde vorerst nichts bekannt. In der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw kamen nach Angaben von Innenminister Ihor Klymenko fünf Rettungskräfte bei einem zweiten russischen Angriff ums Leben, mindestens fünf weitere wurden verletzt.


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