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Ukraine-Krieg: Schweden fängt russische Kampfjets über der Ostsee ab

1 week ago 4

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Schwedische Armee fängt zwei russische Kampfjets über der Ostsee ab


Aktualisiert am 13.06.2026 - 11:46 UhrLesedauer: 19 Min.

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Zwei Gripen-Kampfjets (Archivbild): Schweden hat damit über der Ostsee russische Kampfjets abgefangen. (Quelle: Thomas Imo/imago)

Russland meldet 185 ukrainische Drohnen in seinem Luftraum. Kiew warnt vor einem Oreschnik-Einsatz. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Samstag, 13. Juni

Schwedische Armee fängt zwei russische Kampfjets über der Ostsee ab

Die schwedische Armee hat eigenen Angaben zufolge an zwei Orten jeweils zwei Kampfflugzeuge vom Typ JAS 39 Gripen aufsteigen lassen, um zwei russische Kampfjets abzufangen, die über der Ostsee in die Nähe des schwedischen Luftraums geflogen waren. Die beiden Vorfälle ereigneten sich am Freitag im südlichen und nördlichen Teil der Ostsee, wie die Armee am Samstag bekannt gab.

Auch Kampfflugzeuge der Nato seien gestartet, "um die Sicherheit im gemeinsamen Luftraum zu gewährleisten", hieß es weiter.

Der schwedische Luftraum wurde nach den Angaben der Armee durch die russischen Jets nicht verletzt. "Die russischen Vorfälle sind ernst und stellen ein wiederkehrendes Verhaltensmuster dar, das sowohl unsere territoriale Integrität als auch unsere Sicherheit bedroht", hieß es weiter.

Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff in Südrussland – großer Feuerwehreinsatz

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im Süden Russlands ist nach Angaben der Behörden ein Mensch getötet worden. "Ukrainische Drohnen haben den Bezirk Temrjuk angegriffen", erklärte der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, am Samstag in Onlinedienst Telegram. Fast hundert Menschen bemühten sich, ein durch herabfallende Drohnenteile ausgelöstes Feuer zu löschen.

Bei dem Angriff wurden Hafenanlagen im Bezirk Temrjuk am Asowschen Meer beschädigt, in der Nähe der Meerenge von Kertsch, die Russland von der seit 2014 von Moskau besetzten Halbinsel Krim trennt.

"Durch herabfallende Drohnentrümmer ist ein Feuer in einem Hafenbahnhof ausgebrochen", erklärte der Gouverneur weiter. Ein Mensch sei getötet und mindestens drei weitere seien nach bisherigen Informationen verletzt worden. 96 Menschen seien im Einsatz, um die Flammen zu löschen.

Russland: Haben 185 ukrainische Drohnen abgeschossen

Russland ist am Freitag Ziel eines massiven ukrainischen Drohnenangriffs geworden. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von 185 unbemannten Fluggeräten innerhalb von zwölf Stunden. Diese seien über rund einem Dutzend Regionen abgefangen worden, vor allem in Zentralrussland. In der Region Brjansk kam nach Angaben des dortigen Gouverneurs in einem grenznahen Dorf ein Mensch ums Leben. Eine weitere Person sei verletzt worden, teilte Jegor Kowaltschuk mit. Dem regionalen Einsatzstab zufolge wurden allein in der Region Brjansk 62 Drohnen zerstört.

Auch die Hauptstadt Moskau wurde offenbar angegriffen. Mehrere auf die Metropole zusteuernde Drohnen seien abgewehrt worden, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin im Kurznachrichtendienst Telegram. Fachleute untersuchten die Trümmerteile an den Absturzstellen. Nach einer Auswertung russischer Nachrichtenagenturen wurden in Moskau 27 Drohnen zerstört.

Freitag, 12. Juni

UN: Höchstzahl an verletzten Zivilisten in der Ukraine

Die Vereinten Nationen haben in der von Russland angegriffenen Ukraine im Mai einen Höchststand an verletzten und getöteten Zivilisten innerhalb eines Monats seit April 2022 registriert. Mindestens 274 Menschen seien im Mai getötet und weitere 1.763 verletzt worden, heißt es in einem Bericht des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte. Das entspreche einem Anstieg um 93 Prozent im Vergleich zum Mai 2025, wo demnach 191 Tote und 865 Verletzte registriert worden waren.

Auf Angriffe mit Raketen und Drohnen gehen demnach 45 Prozent der Opfer zurück, meist in Städten fernab der Front wie Kiew und Dnipro. Nahe der Front seien Drohnen mit kurzer Reichweite die Hauptursache für zivile Opfer gewesen. Noch nie seit Kriegsbeginn seien damit so viele Menschen in einem Monat getötet (64) und verletzt (539) worden wie im Mai.

Regierung der Ukraine schafft Schutzstatus für russische Sprache ab

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Freitag ein Gesetz unterzeichnet, das der russischen Sprache ihren bisherigen Schutzstatus in dem Land wieder aberkennt. "Die Sprache eines Aggressorstaates kann nicht von Schutzinstrumenten profitieren, die indigenen Völkern oder nationalen Minderheiten helfen sollen", erklärte der ukrainische Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk im Onlinedienst Facebook. Der Schritt sei "eine wichtige Entscheidung, um den ukrainischen Sprachraum zu schützen", fügte er hinzu.

Nach der Charta der Regional- und Minderheitensprachen, die die Ukraine unterzeichnet hat und die vom Europarat überwacht wird, genoss das Russische in der Ukraine bislang besondere Rechte. Vor Beginn des Krieges gab fast ein Drittel der Ukrainer Russisch als Muttersprache an. Umfragen zufolge ist mit dem Krieg der Anteil Russisch sprechender Ukrainer zurückgegangen.

So soll Putin junge Frauen gegen ukrainische Soldaten einsetzen

Russland soll junge Frauen über Dating-Apps und Telegram als Spioninnen anwerben. Sie sollen ukrainische Soldaten in sogenannte Honigfallen locken und vergiften. Lesen Sie hier mehr dazu.

Putin: Mehr als 700.000 Soldaten im Kriegseinsatz

Die russische Armee hat nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin mehr als 700.000 Soldaten im Einsatz im Gebiet des Ukraine-Kriegs. Das sagte er bei einem Gespräch mit Soldaten im Kreml anlässlich des Nationalfeiertags, bei dem auch Verteidigungsminister Andrej Beloussow dabei war.

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