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Russischer Oberst stirbt offenbar nach Fenstersturz
15.06.2026 - 08:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Russischer Oberst Oleg Sokolenko: Er soll in Rostow-am-Don ums Leben gekommen sein. (Quelle: Bloknot-Rostov)
Ein russischer Militärkommissar soll nach einem Sturz aus großer Höhe seinen Verletzungen erlegen sein. Ein Abschiedsbrief wurde gefunden, die Motive bleiben unklar.
In Rostow-am-Don ist Oberst Oleg Sokolenko, Kommissar der russischen Militärbezirke Proletarski und Perwomaiski, laut einem Medienbericht infolge eines Fenstersturzes ums Leben gekommen. Das berichtet das russische Lokalportal "Bloknot-Rostov" unter Berufung auf die örtlichen Sicherheitsbehörden.
Demnach gehen die Ermittler derzeit davon aus, dass es sich um einen Suizid handelt. Sokolenko sei bereits Mitte vergangener Woche nahe seines Wohnhauses bewusstlos aufgefunden worden. Später starb er an den Folgen der Verletzungen, die wohl auf einen Sturz aus großer Höhe hindeuteten. Laut dem Bericht wurde ein Abschiedsbrief gefunden. Darin habe er sich von seinen Angehörigen verabschiedet, die Gründe für seinen mutmaßlichen Suizid jedoch nicht erklärt.
Hinweis der Redaktion:
Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.
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"Bloknot-Rostov" berichtet weiter, dass die Ermittlungen zu dem Fall noch liefen. Offiziell bestätigt haben die russischen Sicherheitsbehörden den Tod Sokolenkos noch nicht. Laut dem Portal führt die Webseite des regionalen Wehrdienstamts die Stelle des Kommissars der Militärbezirke Proletarski und Perwomaiski mittlerweile jedoch als vakant auf. Der Militärkommissar ist für Rekrutierung, Wehrpflicht und Mobilmachung in seinem jeweiligen Bezirk zuständig.
Wiederholt Fensterstürze in Russland
In Russland kommt es immer wieder zu mysteriösen Fensterstürzen und tödlichen Unfällen bekannter Persönlichkeiten aus Politik, Militär, Kultur und Wirtschaft. Im Juli 2024 stürzte etwa die renommierte Ökonomin Valentina Bondarenko aus dem Fenster ihrer Wohnung, im Oktober desselben Jahres der Oligarch Michail Rogatschow. Im Februar 2025 stürzten binnen eines Tages gleich zwei russische Offiziere aus Fenstern.
Bereits 2022 war der Lukoil-Vorstandschef Rawil Maganow beim Sturz aus einem Moskauer Krankenhausfenster ums Leben gekommen. Zuvor war auch der Lukoil-Manager Alexander Subbotin unter ungeklärten Umständen gestorben – angeblich während einer okkulten Behandlung gegen Alkoholsucht.
Zuletzt hatte es außerdem Anschläge auf ranghohe Militärs in Russland gegeben. In Moskau starb etwa vergangene Woche ein General bei der Explosion einer Autobombe.


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