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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayAktualisiert am 15.06.2026 - 10:56 UhrLesedauer: 4 Min.

Flammen züngeln aus dem Dach unter den vergoldeten Kuppeln der Mariä-Entschlafens-Kathedrale. (Quelle: Danylo Antoniuk/AP/dpa/dpa-bilder)
Die russische Armee feuert wieder Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew. Auch ein Stück Weltkulturerbe, ein Hauptheiligtum der Orthodoxie für die Ukraine wie für Russland, wird beschädigt.
Bei einer neuen Welle russischer Luftangriffe auf die Ukraine ist auch die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Kiew in Brand geraten. "Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters", schrieb der Militärgouverneur der Dreimillionenstadt, Tymur Tkatschenko, bei Telegram. Landesweit gab es ukrainischen Behördenangaben zufolge mindestens zehn Tote und Dutzende Verletzte. Allein in Kiew sprachen die Behörden von 5 Toten und 30 Verletzten.
Russland habe die Hauptstadt Kiew mit mehr als 60 Raketen und Marschflugkörpern angegriffen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Insgesamt seien gegen die Ukraine in der Nacht 611 Drohnen sowie 70 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt worden.
Selenskyj rief die Gruppe der sieben großen Industrienationen (G7) zu einer entschlossenen Antwort auf die russischen Angriffe auf. Es brauche mehr Druck auf den Aggressor, mehr Unterstützung für die Luftverteidigung der Ukraine – vor allem zum Schutz vor Angriffen mit ballistischen Raketen, teilte Selenskyj bei Telegram mit. Er wird am Abend beim G7-Gipfel im französischen Évian erwartet.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte auf X an, dass beim G7-Gipfel über nächste Schritte gesprochen werde, um den Druck auf Russland zu erhöhen, Kremlchef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu bringen und dieses sinnlose Töten zu beenden. "Europa will Frieden. Niemand mehr als das ukrainische Volk. Russland hingegen hat erneut gezeigt, dass es allein an Gewalt und Zerstörung interessiert ist."
Geistlicher: Alte Ikonen in Sicherheit
Bilder der Schäden am jahrhundertealten Höhlenkloster in Kiew machten in sozialen Netzwerken schnell die Runde – wobei unklar blieb, ob die weltberühmte Pilgerstätte wegen direkter Einschläge russischer Geschosse oder durch herabfallende Trümmer nach dem Einsatz der ukrainischen Flugabwehr in Brand geraten war. Flammen züngelten aus dem Dach unter den vergoldeten Kuppeln der Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warf Putin auf X "Barbarei" vor.
Selenskyj sprach von einem der "größten russischen Verbrechen gegen die christliche Kultur". Der Brand sei inzwischen gelöscht. Die alten Ikonen und anderen Heiligtümer des orthodoxen Christentums sind nach Kirchenangaben in Sicherheit. Es sei eine rasche Rettung liturgischer Gegenstände und der Reliquien organisiert worden, teilte Metropolit Awraamij auf Facebook mit. Sie hätten "nicht nur kirchlichen, sondern auch nationalen und universellen Wert", sagte der Vorsteher des Klosters.
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