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Nahost-Krieg | US-Geheimdienste: Netanjahu könnte Iran-Deal sabotieren

1 week ago 10

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Newsblog zum Krieg in Nahost

Geheimdienste warnen: Netanjahu könnte Iran-Deal sabotieren


Aktualisiert am 19.06.2026 - 23:38 UhrLesedauer: 27 Min.

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Benjamin Netanjahu bei einem Truppenbesuch an der nördlichen Grenze Israels (Archivbild): Will der Premierminister Trumps Deal mit dem Iran torpedieren? (Quelle: IMAGO/Israeli Prime Minister Office \ apaimages/imago)

Im Libanon soll es eine Einigung geben. Doch US-Geheimdienste warnen Trump vor den mutmaßlichen Absichten der israelischen Regierung. Alle Entwicklungen im Newsblog.

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Freitag, 19. Juni

Tracker: Schiffsverkehr in Straße von Hormus wieder gesunken

Nach einem vorübergehenden starken Anstieg des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus am Vortag ist die Zahl der Durchfahrten am Freitag nach Daten eines Schiffstracking-Unternehmens wieder gesunken.

Bis zum Abend passierten acht Handelsschiffe die Meerenge, gegenüber mindestens 25 am Donnerstag, wie das Unternehmen Kpler mitteilte. Die iranische Seefahrtsbehörde gab derweil bekannt, dass alle Schiffe, die die Straße von Hormus passieren wollen, 48 Stunden im Voraus einen Antrag stellen müssen.

Rubio plant offenbar Reise in den Nahen Osten

US-Außenminister Marco Rubio plant einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche eine Reise in den Nahen Osten. Er besucht dabei voraussichtlich Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain, wie das Portal "Axios" unter Berufung auf zwei Insider berichtet.

Libanesischer Präsident Aoun fordert "umfassende Waffenruhe"

Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat in einem Telefongespräch mit US-Außenminister Marco Rubio eine "umfassende Waffenruhe" gefordert. Aoun habe gegenüber Rubio die Notwendigkeit betont, "dass die israelischen Angriffe auf libanesisches Territorium durch das Erreichen einer umfassenden Waffenruhe beendet werden", teilte das libanesische Präsidialamt am Freitagabend mit. Das sehe Beirut als "grundlegende Voraussetzung" für die für nächste Woche in Washington geplanten Verhandlungen zwischen dem Libanon, den USA und Israel.

Libanesisch-israelische Gespräche Ende Juni in Washington

Die nächste Runde der Gespräche zwischen dem Libanon und Israel findet vom 23. bis 25. Juni in Washington statt. Dies teilt das US-Außenministerium nach einem Telefonat von US-Außenminister Marco Rubio mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun mit. Rubio betont dabei erneut die Notwendigkeit einer Entwaffnung der Hisbollah-Miliz, wie das Ministerium erklärt. Zudem bekräftigt er die Unterstützung der USA für die Bemühungen der libanesischen Regierung, einen vollständig souveränen Staat zu schaffen, der in Frieden mit all seinen Nachbarn lebt.

US-Geheimdienste warnen: Netanjahu könnte Iran-Deal sabotieren

US-Geheimdienste haben die Regierung von Präsident Donald Trump davor gewarnt, dass Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Schritte unternehmen könnte, die das jüngst vereinbarte Friedensabkommen mit Iran gefährden. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf aktuelle und ehemalige US-Regierungsvertreter.

Demnach gehen US-Geheimdienstanalysen davon aus, dass Israel seine Militäroperationen gegen die Hisbollah im Libanon fortsetzen will. Das würde einem zentralen Bestandteil der Vereinbarung zwischen den USA und Iran widersprechen, die ein Ende der Kampfhandlungen im Libanon vorsieht. Am Freitag vereinbarten Israel und die Hisbollah laut US-Kreisen zunächst jedoch noch eine Waffenruhe, die am Nachmittag beginnen sollte.

Die Geheimdiensteinschätzung fällt in eine Phase wachsender Spannungen zwischen Washington und Jerusalem. Trump hatte Netanjahu zuletzt öffentlich aufgefordert, keine Maßnahmen zu ergreifen, die das Abkommen gefährden könnten. Bei der Vorstellung der Vereinbarung sprach der US-Präsident von einer "kleinen Meinungsverschiedenheit über den Libanon" mit dem israelischen Regierungschef.

Laut dem Bericht sehen US-Geheimdienste einen Zusammenhang zwischen Netanjahus politischer Zukunft und dem Kurs im Libanon. Vor den für den Herbst erwarteten Wahlen könne ein Rückzug israelischer Truppen von vielen Wählern als Niederlage gewertet werden. Israelische Regierungsvertreter weisen den Vorwurf zurück. Militärische Aktionen im Libanon dienten ausschließlich dem Schutz israelischer Bürger vor Angriffen der Hisbollah, zitierte die Zeitung einen hochrangigen Regierungsvertreter.

Israel und Hisbollah einigen sich offenbar auf Waffenruhe

Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon haben sich auf eine Waffenruhe ab 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr MESZ) geeinigt, wie ein hochrangiger US-Regierungsvertreter mitteilte. Bisher gibt es noch keine offizielle Bestätigung der Kriegsparteien. Das Nachrichtenportal "Times of Israel" bestätigte die Waffenruhe jedoch unter Berufung auf eine anonyme israelische Quelle. Laut der Nachrichtenagentur dpa bestätigten auch der Hisbollah nahestehende Quellen die Vereinbarung, Details nannten sie nicht. Eine offizielle Reaktion aus Israel lag zunächst noch nicht vor. Katar und die USA sollen die Feuerpause vermittelt haben.

Weltweite Ölreserven fallen auf besorgniserregenden Stand

Die weltweiten Ölreserven sind im Iran-Krieg stark geschrumpft. Jetzt stehen die Zeichen im Nahen Osten zwar auf Entspannung, doch die Versorgung bleibt weiter gestört. Mehr dazu lesen Sie hier.

Iran schließt Straße von Hormus erneut

Die iranischen Revolutionsgarden haben die Straße von Hormus offenbar erneut geschlossen. Grund seien die israelischen Angriffe im Libanon. Mehr dazu lesen Sie hier.

Minister Ben-Gvir: "Der ganze Libanon soll brennen"

Israels Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, hat nach dem Tod von vier israelischen Soldaten beim völkerrechtswidrigen Militäreinsatz im südlichen Libanon mit einer "beispiellosen Eskalation" gedroht.

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"Für jede Träne einer israelischen Mutter müssen tausend libanesische Mütter weinen", schrieb der rechtsextreme Minister auf dem Kurznachrichtendienst X. "Der gesamte Libanon muss brennen." Eine entsprechende Eskalation des Krieges im Libanon könnte das Friedensabkommen zwischen dem Iran und den USA gefährden. Eine der iranischen Forderungen ist, dass sich Israel aus den derzeit besetzten Gebieten im Südlibanon zurückzieht und die Angriffe auf Ziele der Terrororganisation Hisbollah sowie gegen Zivilisten einstellt.

Auch der ebenfalls rechtsextreme Finanzminister Bezalel Smotrich droht eine Eskalation im Krieg an: "Es ist Zeit, mit Feuer zu sprechen, die Pforten der Hölle zu öffnen", schreibt er auf X.

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