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Meloni bekommt Konkurrenz: Neue Partei in Italien gegründet

1 week ago 7

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Partei mit Kontakten zur AfD

Meloni bekommt Konkurrenz


14.06.2026 - 03:20 UhrLesedauer: 2 Min.

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Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni: Eine neue rechte Partei könnte ihr Wähler abspenstig machen. (Quelle: IMAGO/Marco Iacobucci/imago)

Die neue rechte Partei will schon 100.000 Mitglieder haben. An den radikalen Ansichten will der Chef Roberto Vannacci festhalten.

In Italien hat die rechtsradikale Bewegung Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) ihren Gründungsparteitag abgehalten. Die neue Partei sieht sich rechts von Melonis Brüder Italiens und hat nach eigenen Angaben in den vergangenen vier Monaten 100.000 Mitglieder geworben, wie die österreichische "Kronen Zeitung" berichtet.

Die Partei wurde im Februar 2026 von dem ehemaligen italienischen General Roberto Vannacci gegründet. Er gilt als Verschwörungstheoretiker. In seinem Buch "Il mondo al contrario" ("Verkehrte Welt") hatte er behauptet, dass Minderheiten eine Diktatur errichtet hätten. Er war Militärattaché in Moskau, wurde wegen seiner Äußerungen aber suspendiert. Vannacci soll auch Kontakte zur deutschen AfD pflegen, so die Zeitung.

"Roberto Vannacci ist ein hervorragender Politiker, und wir sind seine Fans. Wir werden sehen, was passiert", sagte der Fraktionsvorsitzende der "Europe of Sovereign Nations" (ESN) im Europäischen Parlament, der AfD-Abgeordnete René Aust, gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Roberto Vannacci ist EU-Abgeordneter, wurde aber nach seinem Streit mit der Lega aus der Parlamentsgruppe Patrioten für Europa ausgeschlossen und könnte sich der ESN anschließen.

Keine Koalition mit Meloni

Vannacci setzt auf einen stark nationalistischen Kurs und will unter anderem einen EU-Austritt Italiens. Er sieht sich bei etwa fünf Prozent Zustimmung. Seine radikalen Ansichten wolle er nicht abschwächen, sagte er. Einer Allianz mit der Rechtskoalition von Meloni erteilte der Ex-Armeegeneral vorerst eine Absage: "Das ist kein Anliegen von mir. Es scheint eher eine Erwartung dieses Mitte-rechts-Lagers zu sein."

Melonis hatte ihm vorgeworfen, "das Spiel der Linken mitzuspielen". Beim Parteitag antwortete er EU-Politiker. "Ich werde der Ministerpräsidentin antworten, wenn sie mich befragt. Wenn sie eine Frage an mich hat, kann sie diese direkt stellen, und ich werde die Ehre haben, ihr zu antworten." Der Vorsitzende von Futuro Nazionale bekräftigt seine Haltung: "Nicht ich spreche davon, mich der Mitte-Rechts-Koalition anzuschließen; es ist die Mitte-Rechts-Koalition, die darum bittet. Ich mildere meine Positionen nicht ab und ändere sie auch nicht."

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