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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayIn Nordrhein-Westfalen ergaben Bürgerentscheide ein klares Votum für eine Bewerbung um die Olympischen Spiele. Auch in Kiel gab es eine deutliche Mehrheit.
Aktualisiert am 20. April 2026, 1:03 Uhr Quelle: DIE ZEIT, SID, dpa, lk , ut
Die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen haben sich für eine Bewerbung der Region Köln-Rhein/Ruhr um Olympische und Paralympische Sommerspiele ausgesprochen. Laut dem vorläufigen Zwischenergebnis entfielen bei Bürgerentscheiden in 17 Kommunen rund zwei Drittel der gültigen Stimmen auf eine Beteiligung an der Kampagne um die Spiele 2036, 2040 oder 2044.
Rund 1,4 Millionen der vier Millionen Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Die größeren Städte erreichten teils Zustimmungswerte von mehr als 70 Prozent. Einzig in Herten im Ruhrgebiet wurde die vorgeschriebene Mindestbeteiligung verfehlt. Die Kommune, in der laut Konzept Mountainbike-Wettbewerbe stattfinden sollten, ist damit nicht mehr Teil der Bewerbung.
Wüst spricht von einem »klaren Auftrag«
Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sprach von einem »überwältigenden Abend« und einem »breiten Bürgervotum«. Er sei »echt begeistert« und »ein bisschen platt«. Nordrhein-Westfalen liefere einen »historischen Rückhalt für eine Bewerbung Deutschlands um Olympische und Paralympische Spiele«. Das Ergebnis sei zugleich ein »klarer Auftrag«, die Spiele nach Deutschland zu holen.
In Kiel in Schleswig-Holstein wurde ebenfalls über eine Bewerbung abgestimmt. Dort stimmten 63,5 Prozent der Teilnehmenden für eine Olympia-Bewerbung. An der Förde sollen die Segelwettbewerbe stattfinden, falls die Kandidatur von Köln-Rhein/Ruhr sich durchsetzt. In Köln selbst sind laut dem Konzept das Olympische Dorf und ein temporäres Leichtathletik-Stadion vorgesehen.
Im vergangenen Oktober hatten sich bereits die Bürgerinnen und Bürger in München für eine Olympia-Bewerbung ausgesprochen. München und NRW haben damit eine wichtige Hürde genommen, weil die Zustimmung der Bürger für die Evaluierungskommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung der nationalen Kandidaten ist.
Bürgerentscheid in Hamburg Ende Mai
Letztlich entscheiden aber die Delegierten, allen voran die olympischen Verbände, am 26. September in Baden-Baden über den Bewerber beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Der DOSB rechnet damit, dass die Spiele 2036 nicht vor 2027 vergeben werden. Die internationale Konkurrenz ist groß. »Das ist für den Sport und für dieses Land insgesamt gut. Das ist genau diese Bewegung, die wir brauchen«, sagte Otto Fricke, DOSB-Vorstandschef, dem WDR zum Ja aus NRW und Kiel.
In Hamburg gibt es Ende Mai ebenfalls einen Bürgerentscheid. Beim vierten deutschen Interessenten Berlin ist ein Referendum nicht vorgesehen.
Die Konzepte können bis Anfang Juni angepasst werden. Der DOSB bewertet alle vier Kandidaten mit einem System, in dem neben der Zustimmung der Bevölkerung weitere Faktoren abgewägt werden. Dazu zählt beispielsweise die internationale Strahlkraft.


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