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USA-News: Pentagon richtet Nuklearstrategie neu aus

3 weeks ago 12

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Newsblog zur US-Politik

Pentagon richtet Nuklearstrategie neu aus


Aktualisiert am 13.08.2026 - 21:03 UhrLesedauer: 8 Min.

 Die neue Strategie richtet sich an einem möglichen Konflikt mit China oder Russland aus.Vergrößern des Bildes

Taktische US-Atombomben vom Typ B61-12 im Bombenschacht eines F-35-Kampfjets: Die neue Strategie richtet sich an einem möglichen Konflikt mit China oder Russland aus. (Quelle: Screenshot/X@GuyPlopsky)

Die USA erleichtern den Einsatz von Atomwaffen. Die US-Migrationsbehörde will Elektroschock-Handschuhe beschaffen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Donnerstag, 13. August

Nach Klagen über Missstände: US-Flugzeugträger wird abgelöst

Nach alarmierenden Beschwerden über Missstände auf der "USS Abraham Lincoln" soll der in Nahost eingesetzte Flugzeugträger laut Medienberichten abgelöst werden. Ersetzt wird er durch die "USS George Washington", wie das "Wall Street Journal" sowie die US-Sender CNN und NBC News unter Berufung auf Insider melden. Laut CNN war der Austausch der Schiffe bereits zuvor geplant. Unklar war beiden Sendern zufolge hingegen, wie lange das Ganze dauert. NBC News zufolge dauert ein solcher Wechsel für gewöhnlich mehrere Wochen.

Das Pentagon und das US-Regionalkommando im Nahen Osten (Centcom) lehnten einen Kommentar unter Verweis auf den Schutz der operativen Sicherheit ab. Nach früheren Angaben der US Navy war die "USS George Washington" Ende Juli im vietnamesischen Da Nang eingelaufen. Am Mittwoch war dann bekannt geworden, dass der Flugzeugträger die Hafenstadt in der Mitte des südostasiatischen Landes bereits am 5. August verlassen hat. Wohin er samt Verbund hinsteuerte, war zu dem Zeitpunkt unklar.

Kurz zvuor hatten Mitglieder des US-Senats Aufklärung über die Zustände auf der "USS Abraham Lincoln" gefordert. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump solle erklären, was sie tue, um die Streitkräfte auf dem schwimmenden Luftwaffenstützpunkt zu unterstützen, schrieb der Senator aus dem Bundesstaat Connecticut, Richard Blumenthal, auf X. "Weitverbreitete Berichte über Versorgungsengpässe, Probleme bei den Sanitäranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr erfordern sofortiges Handeln."

Pentagon richtet Nuklearstrategie neu aus

Die USA überprüfen aktuell ihre Nuklearstrategie. Es handele sich um eine "relativ eng gefasste Überprüfung", sagte Elbridge Colby, Unterstaatssekretär im Pentagon, vor Journalisten. Die Überprüfung beziehe sich auf einen möglichen Einsatz von Atomwaffen. "Ich betone, dass das Ziel hier natürlich darin besteht, Abschreckung und Stabilität aufrechtzuerhalten", so Colby. Fokus sei die Verteidigung der territorialen Integrität der Verbündeten.

Der Sender NBC News hatte vergangene Woche berichtet, Colby arbeite aktuell an einer neuen Nuklearstrategie, die den möglichen Einsatz taktischer Atomwaffen mit kürzerer Reichweite im Fall eines regionalen Kriegs mit China oder Russland beinhalte. Das US-Medium stützte sich dafür auf fünf mit den Plänen vertraute Personen. Konkret geht es demnach um Szenarien regionaler Kriege, in denen Verbündete der USA von China oder Russland bedroht oder angegriffen werden könnten.

Taktische Atomwaffen sind für einen begrenzten Einsatz gegen Gegner in einem laufenden Gefecht bestimmt. Sie können eine geringere Sprengkraft haben als strategische Atomwaffen und sind in der Regel zum Einsatz auf Kurz- und Mittelstreckensystemen vorgesehen. Kritiker warnen, dass der Einsatz jeglicher Atomwaffen in einem Konflikt mit einem anderen über Nuklearwaffen verfügenden Staat die Gefahr berge, in unkontrollierbarer Eskalation zu enden.

USA planen Einsatz: Diese neuartige Waffe soll Menschen "gefügig machen"

Für bis zu 17 Millionen Euro will die US-Einwanderungsbehörde ICE neue Ausrüstung beschaffen. Die Wirkung der geplanten Geräte ist jedoch wenig erforscht. Es hagelt Kritik. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Gold, Marmor, Stuck: Umbau des Weißen Hauses wird immer teurer

Donald Trumps Umbau des Weißen Hauses steht weiter in der Kritik. Nun gibt es offenbar eine gewaltige Kostensteigerung bei dem Prestigeprojekt. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Missstände auf US-Flugzeugträger: "Er hofft, dass er morgen nicht mehr aufwacht"

Seit mehr als acht Monaten ist die "USS Abraham Lincoln" unterwegs, ein Ende des Einsatzes ist nicht abzusehen. Angehörige berichten von Erschöpfung, Suizidgedanken und mehreren gefährlichen Vorfällen an Bord. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

US-Behörde ICE plant Kauf von Elektroschock-Handschuhen

Die umstrittene US-Migrationsbehörde ICE plant die Anschaffung von Elektroschock-Handschuhen. Diese sollten als "Deeskalation-Geräte" eingesetzt werden, hieß es in einer entsprechenden Bekanntmachung des Heimatschutzministeriums. Für den Kauf seien zehn bis 20 Millionen US-Dollar (etwa 8,7 bis 17,3 Mio. Euro) eingeplant, bis Ende März 2027 solle die Anschaffung abgeschlossen sein.

Mit der Neuanschaffung solle sichergestellt werden, dass die Einsatzkräfte "über die notwendigen Mittel und Ausrüstungen verfügen, um kriminelle, illegal eingereiste Ausländer sicher festzunehmen und aus unserem Land abzuschieben", zitierten Medien einen Sprecher des Heimatschutzministeriums. Die Vorgehensweise von ICE-Mitarbeitern hat in der Vergangenheit immer wieder für Kritik gesorgt.

Die Handschuhe mit dem Akronym G.L.O.V.E. ("Generated Low Output Voltage Emitter") werden nach Herstellerangaben über einen Tastendruck aktiviert und geben beim Anfassen von Personen Elektroschocks ab. Die Bekanntmachung ließ zunächst offen, unter welchen konkreten Bedingungen sie eingesetzt werden sollen.

US-Militärhubschrauber stürzt in Texas ab – zwei Tote

Ein Hubschrauber des US-Militärs ist in Texas abgestürzt. Die zwei Piloten an Bord kamen dabei ums Leben, wie der US-Sender CNN und lokale Nachrichtensender übereinstimmend unter Berufung auf die zuständige Polizeibehörde berichteten. Der Absturz des Apache-Hubschraubers ereignete sich demnach in der Nähe des Militärstützpunkts Fort Hood der US-Landstreitkräfte auf einem Feld bei der Ortschaft Salado, wo der Crash einen Flächenbrand auslöste.

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Warum der Hubschrauber verunglückte, ist noch unklar. Der Militärstützpunkt Fort Hood bestätigte den Absturz in einer Stellungnahme, ohne Bezug auf die Todesopfer zu nehmen. "Unsere Gedanken sind mit der Crew und ihren Familien, während wir auf weitere Informationen warten", sagte der kommissarische kommandierende General, Ethan Diven, laut der Mitteilung. Das Pentagon äußerte sich zunächst nicht zu dem Unfall.

Medien: USA sollen Zweifel an Bedrohung von Trump gehabt haben

Die USA haben Medienberichten zufolge Zweifel an einer iranischen Bedrohung für US-Präsident Donald Trump gehabt, sich aber dennoch für das Täuschungsmanöver auf seinem Heimweg vom Nato-Gipfel in der Türkei entschieden. Die "Washington Post" und das "Wall Street Journal" berichteten, Israel habe den USA Geheimdienstinformationen übermittelt, nach denen der Iran Trumps Leben bedrohe.

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