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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayDer US-Präsident hat für seinen Geburtstag eine Kampfsportveranstaltung auf dem Gelände des Weißen Hauses ausgerichtet. Es zeigt, wie wenig Achtung Trump vor seinem eigenen Amt und der amerikanischen Demokratie besitzt.
Selbst die Moderatoren waren mehrmals fassungslos. "Sie haben uns ins Weiße Haus gelassen", feixte der Mixed-Martial-Arts-Experte Chris Weidman. "Surreal" oder "wahnsinnig" sind andere Begriffe, die während der Übertragung fallen. Es wird deutlich: Sogar Weidman und seine Kollegen können kaum glauben, dass eine Veranstaltung wie diese möglich ist.
Tatsächlich war das, was sich am Sonntagabend auf der Wiese hinter dem Weißen Haus abspielte, surreal, ja wahnsinnig: 14 Mixed-Martial-Arts-Kämpfer waren vom Amtssitz des US-Präsidenten aus in einen achteckigen, umzäunten Ring stolziert. Offiziell wurde die Veranstaltung unter dem Namen "Freedom 250" abgehalten, um das 250-jährige Bestehen der USA zu feiern. Allerdings feierte an diesem Sonntag rein zufällig auch Trump seinen 80. Geburtstag. Gekämpft wurde unter einer riesigen, spinnenartigen Konstruktion, Spitzname: "Die Klaue".
Der Sonntagabend zeigt, wie stark Donald Trump bereits seine eigenen Klauen in die demokratischen Werte der USA gerammt hat. Der Präsident missbraucht seine Privilegien nicht nur für sein privates Vergnügen, sondern auch für seine Selbstinszenierung. Seine Kampfveranstaltung entweihte die Feier zum 250-jährigen Bestehen der USA: Gefeiert wurde nicht das Land, sondern der Präsident selbst.
Eine getarnte Geburtstagsfeier
Es geht dabei nicht darum, wie man zu Mixed Martial Arts steht. Es ist ein Vollkontakt-Kampfsport, bei dem zwei Menschen bisweilen blutüberströmt aufeinander einschlagen, eintreten oder sich mit Würgegriffen zum K. o. bringen wollen. Wer will, soll sich das anschauen, im Fernsehen oder in entsprechenden Sportstätten.
Auch Donald Trump darf selbstverständlich seinen Geburtstag mit dem Besuch einer solchen Veranstaltung feiern. Der Sport ist unter jungen Konservativen in den USA sehr beliebt, die sich auch von Trump angesprochen fühlen. Trump ist nicht der erste Politiker, der Sportveranstaltungen zur Imagepflege nutzt.
Es steht einem gewählten Repräsentanten des Volkes allerdings nicht zu, die Räumlichkeiten und Privilegien, die ihm sein Amt geben, für seine privaten Zwecke einzusetzen. Er hat kein Recht darauf, seinen Geburtstag als Gedenkfeier zu tarnen und dadurch Steuergelder zu verbrennen.


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