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USA: Behörde stoppt Bau von Grenzschutzanlage in Big-Bend-Nationalpark

3 weeks ago 11

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Streit um Nationalpark

US-Behörde stoppt Bau von umstrittener Grenzschutzanlage – vorerst


18.08.2026 - 12:00 UhrLesedauer: 3 Min.

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Aktivistin beim Protest (Archivbild): Kritiker fürchten erhebliche Schäden für die Landschaft des Big-Bend-Nationalparks. (Quelle: IMAGO/Mario Cantu/imago)

Gegen die Baupläne im texanischen Big-Bend-Nationalpark regt sich ungewöhnlich breiter Widerstand. Nun will sich der Chef der US-Grenzschutzbehörde selbst ein Bild vor Ort machen.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat die Bauarbeiten für ein umstrittenes Grenzschutzprojekt im Big-Bend-Nationalpark in Texas vorläufig ausgesetzt. Die US-Grenzschutzbehörde Customs and Border Protection (CBP) begründete den Schritt damit, dass Behördenchef Rodney Scott das Gebiet besuchen und die Pläne vor Ort prüfen wolle, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet.

Scott erklärte auf der Plattform X, die CBP setze sämtliche Bauarbeiten in dem Nationalpark aus, "bis ich dorthin reise und mir vor Ort ein Bild mache". In den kommenden Tagen wolle er mit lokalen Verantwortlichen und weiteren Beteiligten sprechen. Wie lange die Pause gelten soll, ließ die Behörde offen.

Zuletzt waren im Park bereits Bulldozer bei Arbeiten zu sehen. Das US-Heimatschutzministerium erklärte dazu, die Maschinen seien für Vermessungs- und Planungsarbeiten eingesetzt worden. Die Bilder hatten den Widerstand gegen das Projekt weiter angefacht.

Widerstand kommt aus beiden Parteien

Die Pläne stoßen in Texas sowohl bei Demokraten als auch bei Republikanern auf Kritik. Gegner verweisen darauf, dass das abgelegene und zerklüftete Gelände der Region bereits eine natürliche Barriere für Migranten und Schmuggler bilde. Grenzübertritte wurden dort laut AP schon in der Vergangenheit deutlich seltener registriert als in anderen Abschnitten der US-mexikanischen Grenze und sind in den vergangenen zwei Jahren weiter zurückgegangen.

Ursprünglich hatte die CBP auch eine rund neun Meter hohe Grenzmauer durch die Parks erwogen, diese Pläne aber bereits Anfang des Jahres zurückgenommen. Weiter vorgesehen waren jedoch unter anderem eine neue Straße, Beleuchtung, Fahrzeugbarrieren sowie technische Überwachungssysteme wie unterirdisch verlegte Glasfaserkabel.

Sorge um Landschaft und Kulturstätten

Kritiker fürchten erhebliche Schäden für die Landschaft des Big-Bend-Nationalparks. Der Park ist für sein unwegsames Gelände, den Rio Grande und besonders klare Nachthimmel bekannt. Auch mögliche Beeinträchtigungen archäologischer Fundstätten und indigener Grabstätten lösen Kritik aus.

Das Gesamtprojekt ist laut AFP mit 1,7 Milliarden Dollar veranschlagt. Die Arbeiten wurden demnach ohne Ausschreibung vergeben; außerdem setzte die US-Regierung für das Vorhaben zahlreiche Umweltschutzvorschriften außer Kraft. Das Projekt ist Teil von Trumps größerem Vorhaben, die Grenzanlagen zwischen den USA und Mexiko auszubauen.

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