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US-Regierung genehmigt Mega-Deal bei Sendern
Aktualisiert am 13.06.2026 - 01:30 UhrLesedauer: 11 Min.

David Ellison: Der Besitzer von Paramount Skydance darf das Unternehmen Warner Brothers Discovery kaufen. (Archivfoto) (Quelle: Kay Qiao/Image Press Agency/imago)
Die UFC-Kämpfe am Weißen Haus dürfen stattfinden. Trump greift in den Bürgermeisterwahlkampf in Washington ein. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Freitag, 12. Juni
US-Regierung genehmigt Elefantenhochzeit bei Sendern
Die US-Regierung hat die Übernahme des US-Film- und Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch Paramount Skydance genehmigt. Die Kartellabteilung des Justizministeriums stimmte der Fusion nach einer monatelangen Prüfung am Freitag zu, ohne eine einzige Änderung zu verlangen. Der Zusammenschluss werde "voraussichtlich nicht zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs und der amerikanischen Verbraucher" führen, erklärte das Ministerium.
Das Geschäft hat ein Volumen von 111 Milliarden Dollar (fast 96 Milliarden Euro). Paramount erwirbt die gesamte WBD-Gruppe inklusive Fernsehsendern, darunter auch der Nachrichtensender CNN. Paramount-Chef David Ellison und dessen Vater Larry Ellison vom Softwareanbieter Oracle sind Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Kritiker der Fusion fürchten daher um die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN.
Trump deutet Übernahme von Washington, D.C. an
US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, die Bundesregierung könne die Hauptstadt Washington wieder direkt verwalten, falls eine von ihm als Sozialistin bezeichnete Kandidatin die Bürgermeisterwahl gewinnt. Auf die Frage, was er bei einem Wahlsieg einer "verrückten Sozialistin" tun würde, sagte er, die Bundesregierung könne die Kontrolle über die Hauptstadt übernehmen. Zudem erklärte er, man werde es nicht hinnehmen, Unternehmen zu verlieren.
Fußball-WM in den USA: Trump folgt seinen eigenen Regeln
Sport kann das Image eines Landes maßgeblich ändern. Deutschland kennt das vom Sommermärchen. Nur Trump scheint vor dem Start der WM eigene Pläne zu haben. Das zeigt die Visa-Affäre um Fifa-Schiedsrichter Omar Artan. Lesen Sie hier mehr dazu.
Gericht erlaubt Käfigkämpfe an Trumps Geburtstag
Ein US-Gericht hat grünes Licht für das geplante Kampfsportevent zum 80. Geburtstag von Präsident Donald Trump gegeben. Einen Antrag von Gegnern des Spektakels wies das Gericht unter anderem mit der Begründung ab, die Einwände seien zu spät eingebracht worden. Die Kläger hätten zudem nicht hinreichend begründet, warum ihnen durch die Veranstaltung dauerhafter Schaden droht.
Zu Trumps 80. Geburtstag an diesem Sonntag sind Kämpfe direkt vor dem Weißen Haus geplant. Dort wurde schon ein Käfig im typischen Oktagon-Format aufgebaut, umgeben von Zuschauertribünen und überspannt von einer riesigen Kuppel. Offizieller Anlass sind die Feierlichkeiten rund um den 250. Unabhängigkeitstag der USA - der allerdings auf den 4. Juli datiert ist.
Trumps Name: Kennedy Center verliert vor Gericht
Ein Bundesrichter hat einen Antrag des Kennedy Centers abgelehnt, die Entfernung des Namens von US-Präsident Donald Trump vom Gebäude vorerst aufzuschieben. Das entschied Richter Christopher Cooper wenige Stunden vor Ablauf einer gerichtlichen Frist. Nach seiner Einschätzung konnte das Kulturzentrum nicht ausreichend darlegen, warum ein Aufschub notwendig sei. Die Verantwortlichen wollen gegen die Entscheidung weiter vorgehen.
Vor dem Gebäude in Washington wurden bereits Gerüste aufgebaut, um die Beschriftung zu entfernen. Trump war Anfang 2025 nach einer Neubesetzung des Kuratoriums zum Vorsitzenden des Kennedy Centers gewählt worden. Später beschloss das Gremium, die renommierte Kulturinstitution umzubenennen und Trumps Namen in den offiziellen Titel aufzunehmen.
Gegen die Umbenennung hatte es erheblichen Widerstand gegeben. Mitglieder der Kennedy-Familie sowie Vertreter der Kulturszene kritisierten den Schritt. Richter Cooper verwies in einer früheren Entscheidung darauf, dass der Kongress das Zentrum als Gedenkstätte für den 1963 ermordeten Präsidenten John F. Kennedy geschaffen habe. Deshalb könne auch nur der Kongress den Namen der Einrichtung ändern.
Klatsche für Trump vor Gericht – weil Richterin ihm nicht glaubt
Eine US-Bundesrichterin hat die von Präsident Donald Trump geplante Entschädigungskasse in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar vorläufig auf unbestimmte Zeit gestoppt. Richterin Leonie Brinkema wies das Argument der Regierung zurück, das Vorhaben sei ohnehin aufgegeben worden.
Bei einer Anhörung in Virginia erklärte Brinkema, man habe "nicht die Art von absoluter Gewissheit, dass dieser Fonds nicht wieder auftauchen würde". Zudem sei das "öffentliche Interesse in diesem Fall sehr, sehr groß". Die Richterin forderte die Regierung auf, innerhalb einer Woche eine "klare, unmissverständliche" Erklärung zu den Gerichtsakten zu reichen, dass das Projekt endgültig beendet ist.
Das Justizministerium hatte zuletzt erklärt, der Fonds sei "nicht eingerichtet worden und wird nun nicht weiterverfolgt". Trumps Regierung wollte mit dem Geld Menschen entschädigen, die nach eigener Darstellung zu Unrecht von Behörden untersucht worden waren. In der Praxis wären die Mittel wohl fast ausschließlich an Trump-Verbündete geflossen. Gegen die Pläne laufen mehrere Klagen.
Republikaner wollen Ministerium umbenennen
Republikaner im US-Kongress treiben die Pläne von Präsident Donald Trump voran, das Verteidigungsministerium offiziell in "Department of War" (Kriegsministerium) umzubenennen. Entsprechende Passagen wurden in die Entwürfe des Repräsentantenhauses und des Senats für das jährliche Verteidigungsgesetz aufgenommen. Bevor die Umbenennung in Kraft treten kann, müssen jedoch beide Kongresskammern zustimmen.
Befürworter sehen darin ein Signal an Gegner der USA. Der republikanische Abgeordnete Ronny Jackson aus Texas sagte, die Rückkehr zum Namen "Kriegsministerium" sende "ein unmissverständliches Signal an die Welt". Mögliche Gegner wie China, Russland, Nordkorea und Iran bewerteten die Entschlossenheit der USA "anhand unserer Fähigkeiten ebenso wie anhand unserer Botschaften", erklärte Jackson. Kritiker halten die Maßnahme dagegen für symbolisch und kostspielig. Nach Schätzungen des Congressional Budget Office könnte die Umbenennung je nach Umfang zwischen 10 und 125 Millionen Dollar kosten.
Scharfe Kritik kommt von Senator Tim Kaine. Der Demokrat aus Virginia sagte, hinter dem Vorstoß stehe aus seiner Sicht "der Wunsch, eine pubertäre Fantasie dieses Präsidenten anzusprechen". Kaine warnte zudem, Gegner der USA könnten die Namensänderung nutzen, um das Pentagon als konfliktorientiert und destabilisierend darzustellen.


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