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Merz fällt in Umfrage gegen Scholz und Merkel durch
Von t-online, afp, reuters
01.09.2026 - 19:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Friedrich Merz mag's hemdsärmelig (Archivbild): Die Bevölkerung fremdelt noch mit seinem Stil. (Quelle: imago images)
Kurz vor den Landtagswahlen im September verliert Kanzler Friedrich Merz weiter an Zustimmung in der Bevölkerung. Vor allem eine schneidet in den Umfragen gut ab.
Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz verharrt in Umfragen in einem Stimmungstief. Laut "Trendbarometer" der Sender RTL/ntv findet eine Mehrheit von 78 Prozent, der Regierungschef mache seine Arbeit schlechter als erwartet.
Selbst in der Anhängerschaft der Union sind 59 Prozent von Merz' Arbeit als Kanzler enttäuscht, in der SPD-Wählerschaft sind 72 Prozent nicht angetan vom Chef der schwarz-roten Koalition. Anhänger von Linkspartei (71 Prozent) und Grünen (74 Prozent) liegen in ihrer Bewertung fast gleichauf. Am stärksten ist die Ablehnung von Merz mit 94 Prozent unter den Wählerinnen und Wählern der AfD.
In Sachsen-Anhalt wird am kommenden Sonntag gewählt. Es folgen Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am 20. September. Dort war der Kanzler und CDU-Chef diese Woche bei einem Wahlkampfauftritt massiv angegangen worden.
Merz hatte die Regierungsgeschäfte im Mai vergangenen Jahres von Olaf Scholz (SPD) übernommen. Der CDU-Chef kommentierte seine mäßigen Umfragewerte zuletzt im ARD-Sommerinterview mit den Worten: "Am Ende wird abgerechnet."
Merz äußert sich zu geringer Beliebtheit
Die Zwischenbilanz zu seinen Vorgängern sieht aber dürftig aus. 54 Prozent sehen Merz' Leistung im Kanzleramt als schwächer an als die Arbeit von Olaf Scholz. Im Vergleich zur einstigen Rivalin Angela Merkel, die 16 Jahre im Amt war, fällt Merz noch stärker ab: 71 Prozent der Bürger halten ihn für den schlechteren Kanzler.
Merz hatte in seiner Zeit als Oppositionschef vor allem den kommunikativen Stil des damaligen Kanzlers Olaf Scholz kritisiert. An Angela Merkel missfiel ihm die abwägende Haltung vor wichtigen Entscheidungen. Nun macht Merz als Regierungschef nicht nur die schleppende Wirtschaft zu schaffen.
Auch außenpolitisch sieht sich Merz vielen Herausforderungen gegenüber, von den Strafzöllen von US-Präsident Donald Trump, über steigende Benzinpreise durch den Krieg am Golf bis hin zu hohen Gaspreisen nach Russlands Angriffskrieg in der Ukraine. Hinzu kamen eigene Fehler in der Außendarstellung, etwa bei der Entlassung von Verkehrsminister Patrick Schnieder.


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