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Russland bombardiert Lebensmittellager in der Ukraine
26.05.2026 - 19:26 UhrLesedauer: 1 Min.

Eine Iskander-Rakete wird gestartet (Archivbild): Eine solche Rakete soll im Lebensmittellager eingeschlagen haben. (Quelle: IMAGO/Russian Defence Ministry/imago)
Russische Raketen treffen in Dnipro ein UN-Lagerhaus und zerstören Hilfsgüter. Laut Welternährungsprogramm fallen Vorräte für 130.000 Menschen weg.
Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Dnipro sind nach Angaben des UN-Welternährungsprogramms (WFP) Lebensmittelvorräte für rund 130.000 Menschen zerstört worden. Die Hilfsgüter seien für Menschen in frontnahen Gebieten vorgesehen gewesen, teilte die Organisation mit.
Nach Angaben des WFP traf am Sonntag eine ballistische Rakete vom Typ "Iskander" ein Lagerhaus der Vereinten Nationen. Der Schaden belaufe sich demnach auf etwa 1,4 Millionen US-Dollar. Fotos der Organisation zeigen beschädigte Lagerbestände sowie ein Gebäude mit sichtbarer UN-Kennzeichnung.
WFP verurteilt Angriff
"Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich in der Anlage humanitäre Lebensmittelhilfen für 130.000 Menschen", erklärte das WFP. Die Organisation verurteilte Angriffe auf zivile und humanitäre Infrastruktur und verwies auf das humanitäre Völkerrecht.
Richard Ragan, Ukraine-Direktor des Welternährungsprogramms, sprach von einer Serie ähnlicher Vorfälle. In den vergangenen 18 Monaten habe die Organisation nach eigenen Angaben mehr als 80 Zwischenfälle registriert, bei denen Lagerhäuser, Transporte oder Verteilzentren betroffen gewesen seien. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben war zunächst nicht möglich. Russland äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.


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