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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNewsblog zum Krieg in der Ukraine
Entging Selenskyjs Maschine nur knapp einer Drohne?
Aktualisiert am 09.09.2026 - 22:24 UhrLesedauer: 16 Min.

Olena Selenska und Wolodymyr Selenskyj bei der Trauerfeier für König Harald V. in Oslo: Auf dem Weg soll das ukrainische Präsidentenpaar nur knapp einem Anschlag entgangen sein. (Quelle: Christoffer Andersen)
Eine Äußerung des norwegischen Regierungschefs lässt aufhorchen. Ein russischer Oligarch scheitert vor dem EU-Gericht. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Mittwoch, 9. September
Trump: Putin will Abkommen zur Beendigung des Kriegs
US-Präsident Donald Trump zufolge will der russische Präsident Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine durch ein Abkommen beenden. Er habe ein großartiges Telefonat mit Putin geführt, sagte Trump vor Journalisten. Wenn auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj eine Einigung wolle, wäre das "sehr schön". Das Hindernis sei jedoch, dass die beiden einander hassten. Trump hatte nach der Rückkehr von US-Unterhändlern aus Moskau und Kiew mit Putin telefoniert.
Ukraine: Russische Erdgasanlagen in Sibirien angegriffen
Die ukrainischen Streitkräfte haben Medienberichten zufolge ein weit entferntes Ziel in Russland mit Drohnen angegriffen und möglicherweise beschädigt. Nach Darstellung ukrainischer Medien wurde in Nowy Urengoj im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen im Norden Westsibiriens eine Gas-Kondensationsanlage angegriffen. Über das Ausmaß der Schäden lagen keine offiziell bestätigten Angaben vor. Der Gouverneur des Kreises, Dmitri Artjuchow, bestätigte den Angriff der Kampfdrohnen und sprach von einem Brand, der durch herabstürzende Trümmer verursacht worden sei.
Nowy Urengoj ist über 3.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Das angegriffene Unternehmen gilt als eine der wichtigsten Einrichtungen der Gas-Infrastruktur der Region.
Die Ukraine greift seit einiger Zeit Industrie- und Rüstungsbetriebe sowie Raffinerien auf russischem Staatsgebiet an, um das russische Militär zu schwächen. Zuletzt wurden in der Ukraine weitreichende Kampfdrohnen entwickelt, die Ziele in mehreren tausend Kilometern Entfernung angreifen können.
CIA-Direktor soll wohl größere Rolle in Ukraine-Gespräche spielen
CIA-Direktor John Ratcliffe bereitet sich einem Medienbericht zufolge auf eine größere Rolle bei den Verhandlungen der USA mit Russland und der Ukraine vor. Dies berichtet die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf US-Regierungsvertreter, die europäische Kollegen darüber unterrichtet hätte. Zugleich erwäge die US-Regierung, den Einsatz der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zurückzufahren, heißt es unter Berufung auf Insider.
Entging Selenskyjs Maschine nur knapp einer Drohne?
Das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben des norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre auf dem Weg nach Oslo beinahe von einer Drohne getroffen worden. Zu dem Vorfall sei es gekommen, als Selenskyj am frühen Dienstagabend von Moldau in die norwegische Hauptstadt reiste, um an den Trauerfeierlichkeiten des gestorbenen Königs Harald V. teilzunehmen. "Das ist die Realität, in der er sich befindet", sagte Støre dem Sender NRK zufolge.
Die ukrainischen Behörden und Selenskyj selbst äußerten sich bislang nicht zu dem Vorfall und auch Støre machte demnach keine weiteren Angaben. Bei einem Treffen am Mittwochmorgen habe Selenskyj ihm berichtet, dass er keine gute Nacht gehabt habe, sagte Støre den Angaben nach und sprach von einer "dramatischen Situation". Der Ukrainer habe am Telefon gesessen und Nachrichten über Raketeneinschläge in seiner Heimat entgegennehmen müssen.
Nach Angaben der US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) flog am Dienstag etwa eine Stunde lang eine russische Drohne im moldauischen und rumänischen Luftraum. Die Verteidigungsministerien in Moldau und Rumänien berichteten laut ISW von einer Shahed-Drohne, die aus der Ukraine in den moldauischen Luftraum eindrang, nach Rumänien weiterflog und schließlich nach Moldau zurückkehrte, bevor sie dort abstürzte. Ob es sich dabei um die von Støre genannte Drohne handelte, ist bislang unklar.
Russisches Haus schon dicht: "Hatte gerade Kinokarten gekauft"
Am 1. September hat die Bundesregierung verkündet, dass der Vertrag zum Betrieb des Russischen Hauses gekündigt wird. Jetzt geht dort alles ganz schnell. Es gab bereits einen Abschied zu Klängen der russischen Nationalhymne. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Abramowitsch scheitert mit Klage gegen EU-Sanktionen
Der russische Oligarch Roman Abramowitsch ist zum dritten Mal mit einer Klage gegen die EU-Sanktionen gegen ihn gescheitert. Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg wies die Klage am Mittwoch ab. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 war Abramowitsch wegen seiner Verbindungen zum Kreml mit Sanktionen belegt worden, sein Vermögen in der EU wurde eingefroren. Dagegen ging er gerichtlich vor. Schon in den Jahren 2023 und 2025 wies das EU-Gericht allerdings zwei seiner Klagen ab. Im aktuellen Fall ging es um die Verlängerung der Sanktionen ab 2025. Auch mit dieser Klage hatte Abramowitsch keinen Erfolg. Gegen das Urteil des Gerichts kann der Milliardär noch vor dem Europäischen Gerichtshof, der nächsthöheren Instanz, vorgehen.
Abramowitsch argumentierte, dass seine Prominenz ein Grund für die Sanktionen sei. Er habe instrumentalisiert werden sollen. Das sah das Gericht aber anders. Es verwies darauf, dass Abramowitsch Hauptaktionär des russischen Stahl- und Bergbauriesen Ewars und außerdem am Bergbaukonzern Norisk Nickel beteiligt ist. Diese Industrien seien eine wesentliche Einnahmequelle für die russische Regierung. Die Sanktionen richteten sich gegen einflussreiche Geschäftsleute, die eng mit dem Staat verbunden seien, führte das Gericht aus. Sie beträfen außerdem Geschäftsleute in Branchen, aus denen die russische Regierung erhebliche Einnahmen erziele.
Abramowitsch stieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in kurzer Zeit zu einem der reichsten Männer Russlands auf. Er hat die russische, die israelische und die portugiesische Staatsangehörigkeit. 2003 kaufte er den britischen Fußballtraditionsklub FC Chelsea, was ihn international bekannt machte. Wegen Sanktionen auch in Großbritannien sah er sich aber schließlich 2022 dazu gezwungen, den Klub zu verkaufen.
Russland überschreitet Marke von 1,5 Millionen Verlusten
Die russischen Streitkräfte haben seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine mehr als 1,5 Millionen Soldaten durch Tod und Verwundung verloren, wie die "Frankfurter Rundschau" auf Basis ukrainischer Angaben meldet. Allein am Dienstag seien 1.480 weitere Verluste hinzugekommen. Damit liege die Gesamtzahl seit dem 24. Februar 2022 bei 1.500.870. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine: Tote bei Drohnenangriff an Grenzübergang nach Moldau
Bei einem russischen Drohnenangriff an einem Grenzübergang zur Republik Moldau im Süden der Ukraine sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet worden. Bei der Attacke am Übergang Starokosatsche in der Region Odessa seien zudem drei weitere Menschen verletzt worden, teilt Gouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit.
Bei den Opfern handele es sich um Zivilisten. Es sei ein Brand ausgebrochen und der Grenzübergang vorübergehend geschlossen worden. Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Hafenstadt Mykolajiw wurde den Behörden zufolge ein Mensch getötet sowie Hafen-, Transport- und zivile Infrastruktur beschädigt.


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