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Putin trifft die Ukraine dort, wo es wehtut
18.08.2026 - 15:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Zerstörtes Lebensmittellager nahe Kiew (Archivbild): Russland greift immer wieder die Lager ukrainischer Supermarktketten an. (Quelle: Efrem Lukatsky/ap)
Im Krieg gegen die Ukraine greift Russland immer wieder zivile Infrastruktur an. Jüngste Attacken bestätigen dieses Bild, offenbaren aber ein neues Muster.
Seit bald viereinhalb Jahren führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Ein fester Bestandteil der russischen Kriegsführung sind Angriffe auf die Infrastruktur des angegriffenen Landes. In der Vergangenheit galten solche Angriffe vor allem ukrainischen Energiespeichern und -netzen. Blickt man auf die Attacken der vergangenen Wochen, so kommt ein neuer Schwerpunkt hinzu. So greift Russland seit Anfang August vermehrt die Lager ukrainischer Supermarktketten an.
Angriffe auf die ukrainische Lebensmittellogistik sind nicht neu. Schon in vergangenen Jahren wurden die Lager ukrainischer Supermarktketten immer wieder zu Zielen russischer Attacken. Neu ist jedoch die Systematik, mit der diese Angriffe in jüngster Zeit erfolgen. Besonders schwer traf es zuletzt Großlager rund um die Hauptstadt Kiew.
Dass Russland mit seinen Angriffen Erfolg hat, hängt mit einem Wandel der Kriegsführung zusammen. Waren es in der Vergangenheit vor allem Langstreckendrohnen, die gegen ukrainische Infrastruktur eingesetzt wurden, erfolgen solche Angriffe nun vermehrt mit ballistischen Raketen. Gegen diese kann die ukrainische Luftverteidigung derzeit nur wenig ausrichten. Als eines der wenigen Gegenmittel gelten Flugabwehrraketen vom Typ Patriot, von denen die Ukraine aktuell aber nur wenige besitzt. Durch den Krieg im Iran hat sich die weltweite Knappheit von Patriot-Raketen zuletzt noch verschärft.
Ukrainische Supermarktketten stellen ihre Logistik um
Wie NTV berichtet, haben die ukrainischen Supermarktketten ihre Logistik seit Kriegsbeginn bereits teilweise umgestellt. Schon im Frühjahr 2022 hatten sich die Schwächen eines Systems offenbart, das auf großen Verteilzentren basiert. Eine wachsende Menge von Lebensmitteln erreichen die ukrainischen Supermärkte daher direkt und nehmen nicht mehr den Weg über das Lager. Eine Ausweitung dieses Ansatzes auf sämtliche Produktgruppen erweist sich in der Praxis allerdings als schwierig. Dies gilt nicht zuletzt für gekühlte Waren wie Fleisch- oder Milchprodukte.


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