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Medwedew: Deutschland verdient direkte Angriffe
Aktualisiert am 02.09.2026 - 09:37 UhrLesedauer: 10 Min.

Dmitri Medwedew (Archivbild): Der ehemalige russische Präsident meint, deutsche Rüstungsfirmen sollten angegriffen werden. (Quelle: Ekaterina Shtukina/Sputnik Pool/AP/dpa/dpa-bilder)
Putin äußert sich zur deutschen Reaktion auf den Anschlag in Leipzig. Selenskyj warnt vor Flügen über Russland. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Mittwoch, 2. September
Medwedew: Deutschland verdient direkte Angriffe
Der Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, droht Deutschland wegen der Sanktionen nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig mit Bestrafung. "Sie verdienen einen direkten Schlag gegen alle deutschen Produktionsstätten für Militärtechnik", schrieb der für seine scharfen Äußerungen bekannte Kremlpolitiker bei Telegram. Gemeint seien Rüstungsbetriebe, die für die Ukraine arbeiten – und "durchaus auch einige andere Orte in Berlin".
Medwedew warf den deutschen Behörden vor, den Angriff auf dem Flughafen erfunden zu haben. Beweise gebe es nicht, betonte der russische Ex-Präsident. Medwedew beschimpfte die "derzeitige deutsche Führung" als "neonazistisch" und "extrem russophob". Russland sehe den Fall um die nicht detonierte Drohne als eine "Provokation", die den Interessen der Ukraine diene.
Dienstag, 1. September
Putin: Deutsche Sanktionen gegen Russland "weiterer Fehler"
Wladimir Putin hat die von Deutschland infolge des Drohnenangriffs auf den Flughafen Leipzig/Halle angekündigten Sanktionen als Fehler bezeichnet. "Ich denke, dass das ein erneuter schwerer Fehler ist", sagte Putin am Dienstag in einer von der russischen Nachrichtenagentur Tass übertragenen Pressekonferenz in Bischkek (Kirgistan). "Wo sind die Beweise?", fragte der Kremlchef. Bisher vorgelegte Belege bezeichnete er als "gefälscht".
Die Reaktion der Bundesregierung um Bundeskanzler Friedrich Merz sei vor allem innenpolitisch motiviert. "Meiner Meinung nach läuft dies eindeutig den Interessen des deutschen Volkes zuwider", behauptete Putin und ergänzte, die Reaktion der Bundesregierung hänge mit den "bevorstehenden Wahlkämpfen" zusammen. "Merz hat das Vertrauen der Bürger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht schützt", sagte Putin nach dem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Hier lesen Sie mehr zu dem Thema.
Putin spricht bei Vormarsch in der Ukraine von Fortschritten
Im Krieg in der Ukraine kommen die russischen Truppen laut Darstellung von Kremlchef Wladimir Putin immer schneller voran. Russische Einheiten seien im Donezker Gebiet bis auf wenige Kilometer an die Städte Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka herangerückt, behauptete er in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek vor Vertretern staatlicher Medien. Die Stadt Swjatohirsk sei erneut unter russischer Kontrolle; und in Dobropillja gebe es bereits Straßenkämpfe.


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