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Ukraine-Krieg aktuell: Acht Tote bei russischem Angriff auf Kiew

1 day ago 1

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Nach "massivem" Angriff auf Kiew: Zahl der Opfer steigt


Aktualisiert am 01.09.2026 - 09:44 UhrLesedauer: 6 Min.

 Seit Wochen greift Moskau die ukrainische Hauptstadt massiv an.Vergrößern des Bildes

Eine russische Rakete wird über Kiew abgefangen: Seit Wochen greift Moskau die ukrainische Hauptstadt massiv an. (Quelle: Gleb Garanich)

In Kiew sind mehrere Menschen durch einen russischen Angriff ums Leben gekommen. Putin fürchtet laut einem Bericht um sein Leben, falls Russlands Feldzug scheitert. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Dienstag, 1. September

Acht Tote bei Angriff auf Kiew

Bei einem "massiven" russischen Angriff auf Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko acht Menschen getötet worden. Fünf Menschen seien verletzt worden, darunter zwei Kinder, sagte Klitschko am Dienstag. Bei dem Angriff seien ballistische Raketen und Drohnen zum Einsatz gekommen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten am Dienstagmorgen etwa ein Dutzend laute Explosionen.

Der ukrainische Bahnchef Oleksandr Perzowskyj erklärte, eine Rakete habe ein Eisenbahndepot und weitere Bahnanlagen in Kiew getroffen. Sieben Menschen seien getötet worden, sechs von ihnen seien Bahnmitarbeiter gewesen. Ein weiterer Eisenbahnmitarbeiter sei ins Krankenhaus gebracht worden.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die russischen Streitkräfte hätten einen "massiven Angriff" mit Waffen mit großer Reichweite und Drohnen ausgeführt. Der Angriff habe sich gegen militärisch-industrielle Einrichtungen sowie Kraftstoff- und Energieanlagen in Kiew und der umliegenden Region gerichtet. Das Ministerium erklärte zudem, es habe Infrastruktur in der Region Odessa sowie die Häfen von Odessa und Tschornomorsk getroffen.

Mindestens vier Tote bei massiven russischen Luftangriffen

Zu Beginn des neuen Schuljahres in der Ukraine sind bei neuen russischen Luftangriffen auf die Region Kiew laut Behörden mindestens vier Menschen getötet worden. "Leider kamen bei dem feindlichen Angriff auf die Hauptstadt drei Menschen ums Leben", teilte die Kiewer Militärverwaltung am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Es gebe zudem Berichte über fünf Verletzte.

In Boryspil östlich von Kiew wurde den Militärbehörden zufolge zudem ein weiterer Mensch bei einem russischen Angriff auf ein Geschäft getötet. Der Chef der Militärverwaltung der Region Kiew, Timur Tkatschenko, sprach von einem "massiven" nächtlichen Angriff "mit russischen Raketen und Kampfdrohnen". Ihm zufolge wurde in Boryspil zudem ein Wohnhaus getroffen. Dabei seien acht Menschen verletzt worden.

Die ukrainische Luftwaffe hatte in der Nacht bei Telegram mitgeteilt, dass sich "mehrere Ziele" auf die Hauptstadt zubewegten. Kurz darauf sahen Journalisten der Nachrichtenagentur AFP in Kiew mehrere Lichtblitze und hörten laute Explosionen. Die ukrainische Luftwaffe hatte davor gewarnt, dass die Gefahr durch "ballistische Waffen und andere Angriffsmittel gegen Kiew und die Region weiterhin besteht". Die Einwohner wurden aufgefordert, in Schutzräumen zu bleiben.

Montag, 31. August

Feuer in Drohnen-Fabrik: Polens Geheimdienst prüft Sabotage

In Polen ist in einem Werk zur Herstellung von Kampfdrohnen ein Feuer ausgebrochen. Der Brand in der Fabrik WB Electronics in Skarzysko-Kamienna etwa 150 Kilometer südlich von Warschau sei kurz nach Mitternacht gemeldet worden und mittlerweile gelöscht, sagte eine Sprecherin der örtlichen Polizei der Boulevardzeitung "Fakt". Verletzt wurde niemand. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Terrorismus und Tätigkeit für einen fremden Geheimdienst zum Schaden Polens, wie die Behörde auf der Nachrichtenplattform X mitteilte.

Nach Informationen des Senders Rmf.fm sollen Überwachungskameras des Unternehmens einen Mann mit Sturmhaube und Rucksack zeigen, der in einem der Räume Feuer gelegt haben soll. Der Eindringling habe demnach auch die Alarmanlage ausgelöst. Polen ist ein wichtiger politischer und militärischer Unterstützer der von Russland angegriffenen Ukraine. Das EU- und Nato-Land fühlt sich auch selbst von Moskau bedroht und rüstet massiv auf. Die Regierung in Warschau wirft den russischen und belarussischen Geheimdiensten vor, viele Agenten für Sabotageakte ins Land zu schicken.

WB Electronics ist das größte private Rüstungsunternehmen des Landes und Lieferant für die polnische Armee. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Herstellung fortschrittlicher Technologien für den Verteidigungssektor spezialisiert, darunter digitale Führungssysteme, automatisierte Feuerleitsysteme, Kommunikationsmittel sowie moderne unbemannte Angriffssysteme. Das Werk in Skarzysko-Kamienna stellt Schlüsselbauteile für Drohnen her.

Russischer Aufklärer vor Polen abgefangen

Die polnische Luftwaffe hat nach Regierungsangaben erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen. Der russische Aufklärer vom Typ Il-20 sei 30 Kilometer nördlich des Badeorts Leba unterwegs gewesen, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Nachrichtenplattform X. Dort hätten ihn polnische Kampfjets abgefangen. Der polnische Luftraum sei nicht verletzt worden.

"Russland hat erneut unsere Verteidigungs- und Luftabwehrsysteme auf die Probe gestellt", schrieb Kosiniak-Kamysz weiter. Bereits Ende Juli und Anfang August war es innerhalb weniger Tage zu drei ähnlichen Vorfällen mit russischen Aufklärern über der Ostsee gekommen.

Beim sogenannten Abfangen in der Luft nehmen die Piloten Sichtkontakt zur gegnerischen Besatzung auf und signalisieren, dass deren Flugzeug sich entfernen soll. In Polen und den baltischen Staaten gibt es Befürchtungen, dass Russland wegen seiner Probleme im Ukraine-Krieg vermehrt Nato-Staaten beispielsweise mit Aufklärungsflügen provozieren könnte.

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SpaceX-Chef Elon Musk soll grundsätzlich bereit sein, der Ukraine den Einsatz von Starlink-gestützten Drohnen gegen Ziele auf russischem Staatsgebiet zu gestatten. Das berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen. Demnach erklärte Musk gegenüber dem früheren ukrainischen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow zugleich, eine solche Freigabe sei eine politische Entscheidung, die das Weiße Haus treffen müsse.

Kiew will Starlink nutzen, um russische Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen mit Drohnen anzugreifen – möglichst noch bevor die Raketen gestartet werden. Die Satellitenverbindung soll eine schwer zu störende Steuerung über größere Entfernungen ermöglichen. Nach Angaben der "Financial Times" geht es um Ziele bis zu 200 Kilometer tief in Russland. Damit könnte die Ukraine zugleich ihren Bedarf an knappen Patriot-Abfangraketen verringern.

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