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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayMitten in der Debatte um längere Arbeitszeiten ist der Anteil von Teilzeitbeschäftigten so hoch wie nie zuvor. Die Teilzeitquote liegt erstmals über 40 Prozent.
Quelle: DIE ZEIT, epd, Reuters, mns Aktualisiert am 1. September 2026, 11:45 Uhr
Die Teilzeitquote unter den Beschäftigten hat einen Höchstwert erreicht. Sie lag im zweiten Quartal 2026 bei 40,3 Prozent und stieg damit erstmals über die 40-Prozent-Marke, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitteilte. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg innerhalb eines Jahres um 0,5 Prozent, während die der Vollzeitbeschäftigten um 0,9 Prozent sank. Insgesamt fiel die Zahl der Erwerbstätigen um 0,5 Prozent auf knapp 45,7 Millionen Personen.
Der Beschäftigungszuwachs in Branchen mit hohem Teilzeitanteil wie dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Erziehung könnte laut dem Institut zu dieser Entwicklung geführt haben. Zum anderen zeige sich ein Stellenabbau in Branchen mit vielen Vollzeitstellen, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe.
»Die Konjunktur hat sich zuletzt gefestigt, die Arbeitszeit der Beschäftigten zieht deshalb wieder etwas an«, teilte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen, mit. »Aber die Krisenbranche Industrie verliert viele Vollzeitstellen, sodass insgesamt dennoch weniger Stunden gearbeitet wurden.«
Vollzeitbeschäftigte arbeiteten rund 38,32 Stunden
Die betriebsübliche Wochenarbeitszeit aller Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahresquartal etwas und lag insgesamt bei 30,50 Stunden. Bei der Gruppe der Vollzeitbeschäftigten blieb sie konstant bei 38,32 Stunden. Die Wochenarbeitszeit bei den Teilzeitbeschäftigten stieg hingegen leicht und lag dem IAB zufolge bei 18,88 Stunden.
Die Arbeitszeit der Selbstständigen und Mithelfenden sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent und folgt damit der Entwicklung der vergangenen Jahre. Mithelfende sind Personen, die im Betrieb eines Familienmitglieds regelmäßig mitarbeiten, ohne dabei üblicherweise als normale Arbeitnehmer beschäftigt zu sein.
Das Arbeitsvolumen sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,5 Prozent auf 14,4 Milliarden Stunden. »Nach Corona gab es noch einmal eine Erholung, aber mittlerweile geht es mit dem Arbeitsvolumen bergab«, teilte Weber mit.
In der Politik und Wirtschaft wurde zuletzt viel darüber diskutiert, wie der Standort Deutschland wieder attraktiver und wettbewerbsfähiger werden kann. Viele Unternehmensvertreter plädieren für eine längere Arbeitszeit. »Es muss einfach in Deutschland besser, einfacher und kostengünstiger werden, zu produzieren«, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer dazu. Ein Element könnte dabei eine längere Wochenarbeitszeit von 40 Stunden sein, teilte der CDU-Politiker mit.


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