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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayMöglicher Konflikt mit Nordkorea
Dann zeigt sich Südkoreas wirkliche Stärke
17.08.2026 - 20:04 UhrLesedauer: 4 Min.

Ein nordkoreanischer Soldat kämpft in der russischen Region Kursk (Archivbild): Der Kreml setzte die Unterstützung aus Nordkorea zur Verteidigung von Kursk ein. (Quelle: IMAGO/imago)
Trump stellt die US-Manöver mit Südkorea infrage und irritiert damit den engen Verbündeten in Seoul. Der Blick auf Waffen, Industrie und Bündnisse zeigt, worauf es im Ernstfall ankäme.
US-Präsident Donald Trump will mit Verweis auf seine "sehr gute Beziehung" zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ein gemeinsames Militärmanöver mit Südkorea deutlich kleiner ausfallen lassen. Zudem ließ er durchklingen, dass die seit Jahren üblichen Übungen mit den südkoreanischen Streitkräften künftig ganz entfallen könnten.
Er sei nicht glücklich darüber, dass die USA vor langer Zeit solchen gemeinsamen Übungen zugestimmt hätten, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Diese sendeten ein "völlig unangemessenes und feindseliges Signal" an ein Land, das – solange er Präsident gewesen sei – keine Bedrohung dargestellt und sich respektvoll verhalten habe, schrieb er mit Blick auf Nordkorea. "Deshalb, und weil es zu spät für eine Absage ist, habe ich Kriegsminister Pete Hegseth angewiesen, die gemeinsamen Militärübungen deutlich zu reduzieren!".
Trumps Ankündigung gilt als Affront gegen den engen Verbündeten Südkorea, der ähnlich wie Nato-Partner in Europa auf den militärischen Schutz durch die USA zählt. Und wie in Europa auch spielt Trump offenbar mit dem Gedanken, diesen Schutz deutlich zurückzufahren. Wie also ist Südkoreas Militär gegen einen möglichen Konflikt mit Nordkorea aufgestellt?
Nordkoreas Militär ist kaum zu durchschauen
Südkorea hat bei der konventionellen militärischen Stärke einen qualitativen Vorteil gegenüber Nordkorea. Pjöngjang kann zwar deutlich mehr Soldaten aufbieten und verfügt in mehreren Waffengattungen über größere Bestände. Doch ein erheblicher Teil seiner Ausrüstung ist veraltet, während Seoul über moderne Waffen sowie eine leistungsfähige Rüstungsindustrie verfügt.
Ein exakter Vergleich ist allerdings kaum möglich. Vor allem Nordkorea veröffentlicht nur wenige überprüfbare Angaben über seine Streitkräfte. Zahlen zu Soldaten und Waffen beruhen daher überwiegend auf Schätzungen des südkoreanischen Militärs, ausländischer Nachrichtendienste und Forschungsinstitute. Die US-Militärgeheimdienstbehörde DIA bezeichnet die Informationsgewinnung über Nordkoreas Militär ausdrücklich als äußerst schwierig.
Nordkorea setzt auf Masse
Besonders deutlich wird der Unterschied beim Personal. Nach Schätzungen des International Institute for Strategic Studies (IISS) verfügt Nordkorea über rund 1,3 Millionen aktive Soldaten. Südkoreas Streitkräfte sind dagegen zuletzt auf etwa 450.000 aktive Soldaten geschrumpft. Nordkorea hat damit fast dreimal so viele Menschen unter Waffen.


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