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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayKriegsverbrecher Ratko Mladić
Der "Schlächter von Srebrenica" ist tot
Aktualisiert am 27.08.2026 - 18:09 UhrLesedauer: 3 Min.
Er war einer der Hauptschuldigen der Gräueltaten im Bosnienkrieg und bekannt als "Schlächter vom Balkan". Nun soll der Kriegsverbrecher Ratko Mladić gestorben sein.
Der wegen Kriegsverbrechen verurteilte bosnisch-serbische Ex-General Ratko Mladić ist tot. Das bestätigte ein hochrangiger UN-Vertreter der Deutschen Presse-Agentur. In einer Mitteilung der zuständigen UN-Organisation in Den Haag hieß es später, Mladić sei an diesem Donnerstag im Gefängniskrankenhaus gestorben. Mladić verbüßte seine lebenslange Haftstrafe im internationalen Gefängnis in der niederländischen Stadt. Die genaue Todesursache wird noch untersucht.
Für die Opfer des Krieges und ihre Angehörigen stand der "Schlächter von Srebrenica" für das Böse schlechthin. Sein singulär schlimmstes Verbrechen war das Massaker an 8.000 Bewohnern der ostbosnischen Enklave Srebrenica, hauptsächlich Männer und männliche Jugendliche, im Juli 1995. Dafür wurde er vom UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. 2021 bestätigte das Nachfolge-Tribunal im Berufungsverfahren das Urteil, womit es rechtskräftig wurde.
Langes Register von grausamen Verbrechen an Zivilisten
Ratko Mladić war während des Bosnien-Kriegs der Oberbefehlshaber der Bosnisch-Serbischen Armee (BSA). Das war eine Bürgerkriegsmiliz, die ohne die Unterstützung der damaligen Führung in der serbischen Hauptstadt Belgrad nicht existiert hätte. Mladić selbst erhielt seinen Sold aus Belgrad und gehörte dem serbischen Generalstab an. Zusammen mit dem politischen Führer der bosnischen Serben, Radovan Karadžić, und im Sinne des damaligen serbischen Machthabers Slobodan Milošević, wollte er den größeren Teil Bosniens erobern, um das Gebiet an Serbien anzuschließen. Karadžić verbüßt gleichfalls eine lebenslange Gefängnisstrafe wegen Kriegsverbrechen. Milosevic starb 2006 im Untersuchungsgefängnis in Den Haag, bevor das Tribunal ein Urteil über ihn fällen konnte.
Schon im ersten Kriegssommer 1992 massakrierten die bosnisch-serbischen Milizen unter dem Kommando von Mladić tausende Muslime (Bosniaken) und Kroaten im Osten und im Norden Bosniens. Sie errichteten Gefangenenlager, in denen sie nicht serbische Zivilsten unter unmenschlichen Bedingungen festhielten und oft zu Tode quälten. Sie betrieben Vergewaltigungslager für nicht serbische Frauen und Mädchen. Sie belagerten mehr als drei Jahre lang die bosnische Hauptstadt Sarajevo, wo ihre Scharfschützen und Artilleristen Jagd auf die Zivilbevölkerung machten. Allein dort starben mehr als 11.000 Menschen, unter ihnen auch viele Kinder. Die Milizen von Mladić vertrieben hunderttausende nicht serbische Zivilisten, um "ethnisch reine" Gebiete zu schaffen, in denen nur ethnische Serben leben sollten.


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