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Es gibt Dinge, die sind wichtiger als ein Karriereschritt oder Geld. Unsere Kolumnistin sieht in Niclas Füllkrugs Rückkehr nach Bremen die Stärke, das zu erkennen.
Aus der Serie: Grünfläche
Aktualisiert am 22. August 2026, 11:47 Uhr
Artikelzusammenfassung
Niclas Füllkrug ist zurück in Bremen. Der Text zeichnet nach, wie der einstige EM-Hoffnungsträger nach Aufstieg, Torjägerkrone und BVB-Hype mit seinem Wechsel zu West Ham aus dem deutschen Fußball-Radar kippte, in England und später auf Leihstation in Mailand sportlich abstürzte und dabei zum Beispiel dafür wurde, wie brutal das Business selbst robuste Typen aus dem Takt bringen kann. Ausgehend von einer persönlichen Diplomaten-Anekdote weitet die Kolumne den Blick auf das oft unterschätzte Exil der Profis: neue Länder, neue Codes, neue Kabinenhierarchien, dazu Sprachbarrieren, Einsamkeit und der absurde Alltag zwischen Physio-Slot und der Frage, wo im Supermarkt eigentlich die Sahne steht. Füllkrugs Rückkehr erscheint deshalb nicht als sentimentaler Fanservice, sondern als fast schon subversiver Move gegen den Markt, zumal er dafür offenbar viel Geld liegen lässt und lieber in jener „anderen Währung“ kassiert, die Heimat, Vertrauen und Identität heißt. Die Bremer feiern ihren verlorenen Sohn mit Caps-Lock-Euphorie, und die Kolumne landet bei einer ebenso warmen wie leicht ironischen Pointe: Manchmal ist der größte Transfercoup nicht der nächste Karriereschritt, sondern der Weg zurück an den Ort, an dem man weiß, wer man ist.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
In unserer Kolumne »Grünfläche«
schreiben abwechselnd Laura Jung, Oliver Fritsch, Stephan Reich und
Christian Spiller über die Fußballwelt und die Welt des Fußballs. Dieser
Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 34/2026.
Kurz vor der Heim-EM 2024 war die
Hoffnung groß, er könnte es sein, der die deutsche Nationalmannschaft
aus dem Vorrunden-Jammertal führt. Ein echter Neuner, ein echter Typ. Gut gelaunt, mit Jürgen-Vogel-mäßigem schlawinerischen Grinsen und immer passenden Antworten war Niclas Füllkrug, genannt
Lücke, ein Hoffnungsträger. Ihm wurde ein EM-Song gedichtet, in dem es
um einen »Füllkrug mit Bier« ging. Lyrisch zweifelhaft, aber erfolgreich.