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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayIm besetzten Westjordanland eskaliert weiter die Gewalt. In der Nacht zündeten Angreifer eine Moschee nahe Nablus an und hinterließen Hassbotschaften.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, KNA, liw Aktualisiert am 1. September 2026, 12:06 Uhr
Israelische Siedler haben Berichten zufolge eine Moschee im besetzten Westjordanland in Brand gesetzt. Demnach legten Angreifer den Brand in dem Dorf Basaria bei Nablus in der vergangenen Nacht, indem sie ein Fenster der religiösen Stätte einwarfen.
Die Täter hinterließen offenbar Graffiti in hebräischer Sprache. Der Slogan »Grüße von den Terroristen« wendet sich mutmaßlich an den US-Botschafter Mike Huckabee. Dieser hatte nach Angriffen auf palästinensische Familien im Westjordanland zuletzt von »israelischen Terroristen« gesprochen.
Oberrabiner Goldschmidt kritisiert »Eindruck von Straflosigkeit«
Das israelische Militär teilte mit, entsandte Soldaten hätten die Angreifer nicht am Tatort stellen können. Sie habe nun Ermittlungen eingeleitet. Sie verurteile solche Angriffe auf religiöse Stätten aber auf das Schärfste.Berichten zufolge gab es in diesem Jahr bereits mehr als zehn Anschläge auf Moscheen im Westjordanland.
Der Präsident der orthodoxen Europäischen Rabbinerkonferenz, Pinchas Goldschmidt, forderte Israels Regierung auf, die Brandstiftungen konsequent zu ahnden. Nur in Ausnahmefälle komme es zu Anklagen und Verurteilungen, Tatverdächtige würden oft rasch wieder freigesetzt. »Das alles erzeugt den Eindruck von Straflosigkeit«, kritisierte der Oberrabiner. Dies ermutige zu weiterer Gewalt.
Seitdem die palästinensische Terrororganisation Hamas am 7. Oktober 2023 Massaker an israelischen Zivilisten verübte, hat sich die Gewalt auch im Westjordanland zugespitzt. Laut dem Gesundheitsministerium der Palästinensischen Autonomiebehörden starben seither mehr als 1.100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Zusammenstößen sowie bei Anschlägen von Palästinensern. Auch radikale israelische Siedler verüben seither mehr gewaltsame Übergriffe. Derzeit mehren sich Warnungen, die Siedlergewalt könnte einen neuen Palästinenseraufstand auslösen.
Netanjahu kritisierte Siedlergewalt ungewöhnlich deutlich
Israel hält das Westjordanland seit 1967 besetzt. Dort leben rund drei Millionen Palästinenser und mehr als 500.000 israelische Siedler, deren Siedlungen nach internationalem Recht illegal sind.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kritisierte die Gewalttaten zuletzt ungewöhnlich deutlich, die israelische Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland verüben. Die Täter verstießen gegen das Gesetz, behinderten die israelische Armee und schadeten »Israels Ansehen in der Welt«. Zugleich steht Netanjahus Regierung aktuell verstärkt in der Kritik, weil sie ein seit Jahren hochumstrittenes Siedlungsprojekt vorantreibt. Das Bauvorhaben auf dem sogenannten E1-Gebiet würde das Westjordanland in einen nördlichen und einen südlichen Teil aufspalten.


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