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Israelischer Minister fordert mehr Tötungen in Gaza
Aktualisiert am 17.08.2026 - 16:35 UhrLesedauer: 17 Min.

Der israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir (Archivbild): Er fordert mehr Tötungen in Gaza. (Quelle: Ohad Zwigenberg/AP Pool/dpa/dpa-bilder)
Israels Polizeiminister will jede Nacht eine bestimmte Zahl von Menschen in Gaza töten lassen. Offenbar wird heimlich Öl durch die Straße von Hormus transportiert. Alle Entwicklungen im Newsblog.
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Montag, 17. August
Nach Äußerung zu Tötungen in Gaza: Hardt fordert Sanktionen
Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt, fordert EU-Sanktionen gegen Israels Minister Itamar Ben-Gvir. Der rechtsextreme Polizeiminister hatte in einem Podcast zur Tötung von noch mehr Palästinensern in Gaza aufgerufen. "Ben Gvirs menschenverachtende Äußerungen kann jeder Mensch nur verurteilen.
Die EU sollte ihn sanktionieren als Zeichen für die weltweite Geltung von Menschenwürde und Menschenrechten", sagte Hardt "Politico". Zudem sei er davon überzeugt, dass ein israelisches Kabinett ohne Ben-Gvir Europa und Israel wieder näher zusammenführen würde.
Iran droht mit Eskalation bei Scheitern von Diplomatie
Der Iran droht bei einem Scheitern der Diplomatie mit den USA mit einer Eskalation der Spannungen in der Straße von Hormus und der gesamten Region. Dies sagte ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Er verweist auf eine politische Neuausrichtung des Landes, die verstärkt auf Offensive statt auf Verteidigung setzt.
Israels Polizeiminister fordert mehr Tötungen in Gaza
Vor Gesprächen über die Nachkriegsordnung im Gazastreifen hat Israels rechtsextremer Polizeiminister zur Tötung von noch mehr Palästinensern in dem Küstenstreifen aufgerufen. Es sei kein Geheimnis, dass er in dieser Frage Meinungsverschiedenheiten mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe, sagte Itamar Ben-Gvir in einem Podcast mit der ehemaligen Gaza-Geisel Rom Braslavski.
"Ich denke, dass man gezielte Tötungen in Gaza ausführen sollte, jede Nacht 30, 40 (Menschen) entfernen", sagte der Vorsitzende der Partei Ozma Jehudit (Jüdische Kraft). Er beziehe sich dabei nicht nur auf militante Palästinenser, die eine unmittelbare Gefahr darstellten, erklärte der Polizeiminister. Es gebe im Gazastreifen viel mehr Menschen, die es nicht verdient hätten zu leben.
Der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi verurteilte die Äußerungen Ben-Gvirs in einem Post auf der Plattform X. "Dieser zionistische Verbrecher spricht gleichzeitig von der Vertreibung der Palästinenser und vom Siedlungsbau im gesamten Gazastreifen", schrieb er. "Diese Geständnisse müssen für den Tag der Abrechnung und für den Prozess gegen diese Verbrecher aufgezeichnet und aufbewahrt werden."
Länder transportieren offenbar heimlich Öl durch Straße von Hormus
Mehrere Länder des Persischen Golfs transportieren offenbar mithilfe sogenannter "Schattenschiffe" heimlich Öl durch die Straße von Hormus. Das Vorgehen, bei denen die Schiffe mit ausgeschaltetem Transponder durch die Meerenge fahren und so keine Standortdaten übermitteln, läuft laut der Agentur Bloomberg bereits seit mehreren Monaten. Demnach gehe es um ein Transportvolumen von mehr als vier Millionen Barrel pro Tag.
Nach der Durchfahrt soll das Öl im Golf von Oman auf andere Schiffe umgeladen werden, die die Ware zum Zielhafen transportieren.
Im Golf von Oman zeigt sich offenbar eine deutliche Häufung von Tankern, die auf Ware der Straße von Hormus warten. Allein die Ölgesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate hat zuletzt rund 135 Millionen Barrel Öl an Käufer auf der ganzen Welt verkauft und eine neue Verkaufsrunde angekündigt. Profitieren sollen auch der Irak, Katar und Kuwait.
Sonntag, 16. August
Kushner trifft Hamas-Vertreter in Ägypten
Jared Kushner, US-Unterhändler und Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, hat in Ägypten Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt. Er traf in El Alamein den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi, auch der Außenminister Badr Abdel-Atti und Geheimdienstchef Hassan Raschad seien zugegen gewesen.
Kushner werde in Ägypten zudem eine Hamas-Delegation treffen, verlautete aus Kreisen der islamistischen Terrororganisation. Die Zusammenkunft sei vom ägyptischen Geheimdienst vermittelt worden. Anschließend reise Kushner weiter zu Gesprächen nach Israel. Er wolle dort Ministerpräsident Benjamin Netanjahu treffen.
Dieser hatte vorige Woche gesagt, Israel lehne den Fahrplan des "Board of Peace" für den Gazastreifen ab. "Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist", sagte Netanjahu. Außerdem bekräftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Der ranghohe Hamas-Vertreter Bassem Naim sagte dagegen, die Hamas bleibe dem Gaza-Fahrplan verpflichtet.
Israel meldet Tötung von Hisbollah-Kommandeur im Südlibanon
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandeur der libanesischen Hisbollah-Miliz gezielt getötet. Der Befehlshaber sei am Samstag bei einem Angriff in Deir al-Sahrani im Südlibanon getroffen worden. Aus dem Ort waren nach offiziellen libanesischen Angaben vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden. Von der Hisbollah gab es zunächst keine offizielle Mitteilung zur Tötung des Kommandeurs.


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