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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNewsblog zum Krieg in der Ukraine
EU und zahlreiche Länder bestellen russische Diplomaten ein
Aktualisiert am 27.05.2026 - 01:31 UhrLesedauer: 9 Min.

Katja Kallas (Archivbild): Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragteb bezeichnete Russlands Drohungen als "inakzeptabel". (Quelle: Kira Hofmann/imago)
Nach einem der bisher schwersten russischen Angriffe droht Moskau mit einer neuen Attacke auf Kiew. Reaktionen folgen prompt. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Mittwoch, 27. Mai
Bundesregierung und EU bestellen russische Vertreter ein
Deutschland, Norwegen, Polen, die Niederlande und die Europäische Union (EU) haben in einer konzertierten Aktion russische Diplomaten einbestellt. Damit protestierten sie am Dienstag gegen Drohungen mit Angriffen auf Kiew sowie die Aufforderung an Ausländer und Diplomaten, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen. Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragen Kaja Kallas schrieb auf der Plattform X, der russische Aufruf an ausländische Staatsbürger und Diplomaten, Kiew zu verlassen, stelle "eine inakzeptable Eskalation" dar. Die EU-Delegation werde in Kiew bleiben.
"Russland setzt auf Drohen, Terror & Eskalation", erklärte das Auswärtige Amt in Berlin. Man habe der russischen Regierung deutlich gemacht, dass Deutschland sich nicht durch Drohungen einschüchtern lasse. Norwegens Außenminister Espen Barth Eide erklärte, er habe den russischen Botschafter wegen der Drohungen gegen ausländisches Personal in der Ukraine einbestellt. Schweden hatte bereits am Montagabend den Botschafter einbestellt.
Die russische Botschaft in Berlin wies die Beschwerden der EU zurück. Das Militär greife niemals absichtlich zivile Infrastruktur oder diplomatische Vertretungen an, erklärte der russische Botschafter Sergej Netschajew auf Telegram. Ziel seien vielmehr chirurgische Schläge gegen militärische Ziele.
Dienstag, 26. Mai
Russland bombardiert Lebensmittellager in der Ukraine
Russische Raketen treffen in Dnipro ein UN-Lagerhaus und zerstören Hilfsgüter. Laut Welternährungsprogramm fallen Vorräte für 130.000 Menschen weg. Mehr dazu lesen Sie hier.
Russischer Parlamentschef droht mit Massenvernichtungswaffen
Russlands Parlamentschef verschärft den Ton nach einem Angriff im besetzten Luhansk. Aus Moskau kommt eine Drohung, die eine neue Eskalationsstufe markiert. Mehr dazu lesen Sie hier.
Nach Drohungen: Selenskyjs Top-Mann für Gespräche in Berlin
Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow ist nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums am Dienstag in Berlin mit Vertretern der Bundesregierung zu sicherheitspolitischen Gesprächen zusammengekommen. Über den Besuch hatte zuerst "Politico" berichtet. Umerow habe sich unter anderem mit dem außen- und sicherheitspolitischen Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Günter Sautter, getroffen, hieß es in Kiew.
Demnach handelte es sich "nicht um ein Dringlichkeitstreffen", sondern um "routinemäßige, geplante Arbeit mit europäischen Kollegen". "Gestern war Brüssel, heute ist Berlin. Im Laufe der Woche folgen noch weitere Besuche in europäischen Hauptstädten", hieß es weiter. Die Gespräche finden in einer angespannten Lage statt: Russland hatte Kiew zuletzt massiv angegriffen und weitere Angriffe angekündigt. Das russische Außenministerium forderte ausländische Diplomaten und Staatsbürger auf, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen. Die EU wies dies zurück. "Wir bleiben in Kiew. Wir bleiben an der Seite der Ukraine", sagte der EU-Botschafter in der Ukraine.
Bei dem Treffen am Dienstag in Berlin ging es laut Kiew um Sicherheitsfragen und den Verhandlungsprozess im Ukraine-Krieg. Thema war demnach auch die bilaterale Zusammenarbeit bei der Verteidigung – insbesondere hinsichtlich des Drohnen-Abkommens zwischen der Ukraine und Deutschland. Die Frage einer von Bundeskanzler Merz ins Spiel gebrachten "assoziierten Mitgliedschaft" der Ukraine in der EU sei indes nicht angesprochen worden.
Kreml droht Diplomaten – EU bestellt russischen Gesandten ein
Nach der russischen Aufforderung an Ausländer und Diplomaten zum Verlassen der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat die EU den Geschäftsträger der russischen Botschaft in Brüssel einbestellt. Diese russische "Drohung" sei eine "inakzeptable Eskalation", erklärte EU-Kommissionssprecherin Anitta Hipper am Dienstag im Onlinedienst X. Die diplomatischen Mitarbeiter der EU in der Ukraine würden in Kiew bleiben, fügte sie hinzu. Lesen Sie hier mehr dazu.
Ukraine greift Kommandozentrale mit "Storm Shadow" an
Die Ukraine meldet einen erfolgreichen Angriff mit britischen Marschflugkörpern. Ziel war diesmal eine Kommandozentrale im russisch besetzten Luhansk. Lesen Sie hier mehr dazu.
Ukrainische Drohnen treffen Russlands Lebensader im Süden
Ukrainische Drohnen setzen Russlands Nachschub im Süden zunehmend unter Druck. Selbst russische Militärblogger warnen inzwischen vor Problemen an der Front und gefährdeten Versorgungswegen zur Krim. Lesen Sie hier mehr dazu.
Deutsche Behörden wohl uneinig beim Umgang mit Putins Agenten
Zwei russische Staatsbürger wollen Deutsche werden – obwohl Sicherheitsbehörden vor ihnen warnen. Der Fall wirft Fragen zum Umgang Berlins mit Einbürgerungsanträgen auf. Lesen Sie hier mehr dazu.
Russland lockt Soldaten mit Schuldenerlass
Russland will neue Anreize schaffen, um weitere Soldaten für den Krieg gegen die Ukraine zu gewinnen. Präsident Wladimir Putin unterzeichnete ein Dekret, das neuen Rekruten und ihren Ehepartnern einen Schuldenerlass von bis zu zehn Millionen Rubel ermöglicht – umgerechnet rund 120.000 Euro. Voraussetzung ist, dass sie seit dem 1. Mai einen mindestens einjährigen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium geschlossen haben.
Der Schuldenerlass gilt nur für Verbindlichkeiten, für die bereits vor dem 1. Mai ein rechtlicher Anspruch auf Eintreibung bestand. Zusätzlich verlängerte Putin die Pachtrechte für staatliches Land für Kämpfer in der Ukraine auf unbestimmte Zeit. Die Maßnahmen ergänzen bestehende Vergünstigungen wie hohe Prämien und bevorzugte Hochschulzulassungen, mit denen Moskau seine Truppen verstärken will.


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