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Moskau droht London wegen Drohnen-Einsätzen in Russland

3 weeks ago 9

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Warnung an Nato-Staat

Drohnenangriff: Moskau droht Großbritannien mit "Konsequenzen"

18.08.2026 - 09:20 UhrLesedauer: 2 Min.

 Russland wirft Großbritannien eine Beteiligung vor.Vergrößern des Bildes

Mehrere Drohnen (Archivbild): Russland wirft Großbritannien eine Beteiligung vor. (Quelle: Uncredited/AP/dpa)

Großbritannien werde für seine militärische Unterstützung der Ukraine einen "Preis" zahlen müssen, warnt die russische Botschaft in London. Die britische Regierung weist die Drohung zurück.

Nach einem Bericht über den Einsatz britischer Drohnen bei ukrainischen Angriffen in Russland hat Moskau die Regierung in London vor den "Konsequenzen" gewarnt. Das Vereinigte Königreich werde sich für die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine "verantworten" und einen "Preis" zahlen müssen, erklärte die russische Botschaft in London. Ein britischer Regierungssprecher wies die Drohungen in der Nacht zum Dienstag zurück und betonte, dass sein Land die Ukraine weiter unterstützen werde.

Vorausgegangen war ein Bericht der "Sunday Times", dass die ukrainische Armee britische Drohnen für Angriffe tief im russischen Staatsgebiet eingesetzt habe. Von zwei britischen Unternehmen hergestellte und an die Ukraine gelieferte Drohnen seien bei ukrainischen Angriffen auf militärische und industrielle Ziele innerhalb Russlands zum Einsatz gekommen, berichtete die Zeitung.

Dadurch habe sich Großbritannien zum "Komplizen und Mittäter" bei diesen Angriffen gemacht und sich "bewusst für eine Eskalation" des Konflikts entschieden, erklärte die russische Botschaft in London am Montagabend. "Je tiefer die Verstrickung in den Konflikt und je größer die Unterstützung für Kiews Terrorapparat, desto höher wird der zu zahlende Preis sein", hieß es weiter.

London will Kreml weiter "die Stirn bieten"

Die Regierung in London wies die Erklärung der russischen Botschaft umgehend zurück, bestätigte aber eine Beteiligung. Großbritannien bleibe "entschlossen, die Ausrüstung bereitzustellen, welche die Ukraine zur Verteidigung gegen (Wladimir) Putins völkerrechtswidrige Invasion benötigt", erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. "Dazu gehören über 150.000 Drohnen in diesem Jahr, hochmoderne Stone Cloak-Geräte, die die russische Luftverteidigung behindern, und innovative, kostengünstige Marschflugkörper", heißt es. "Russland sollte keinen Zweifel an der Entschlossenheit dieser Regierung haben, der russischen Aggression die Stirn zu bieten."

Am Montag hatte bereits die deutsche Bundesregierung Drohungen aus Russland gegen Unterstützer der Ukraine zurückgewiesen. "Die Drohungen und Äußerungen gegenüber EU- oder Nato-Partnern sind nichts Neues", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts. "Die nehmen wir zur Kenntnis, von denen lassen wir uns nicht einschüchtern – und wir lassen uns auch in unserer Unterstützung für die Ukraine nicht einschüchtern."

Die Sprecherin bezog sich auf eine Äußerung des russischen Außenministers Sergej Lawrow vom Freitag. Dieser hatte gesagt: "Wir werden unsere Methoden stark verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschine aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits." Lawrows Äußerungen ließen auch im Zusammenhang mit dem jüngsten Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle aufhorchen.

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