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John Ratcliffe: Was macht der CIA-Direktor plötzlich in Moskau?

1 week ago 4

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CIA-Chef in Moskau

Geheimdienste sollen brisante Informationen haben


Aktualisiert am 26.08.2026 - 07:26 UhrLesedauer: 5 Min.

CIA-Direktor John Ratcliffe bei der Trauerfeier für den US-Senator Lindsey Graham Ende Juli in Washington, D.C.Vergrößern des Bildes

CIA-Direktor John Ratcliffe bei der Trauerfeier für den US-Senator Lindsey Graham Ende Juli in Washington, D.C. (Quelle: IMAGO/CNP / AdMedia)

Donald Trump schickt einen wichtigen Mann nach Moskau. Doch was will er dort? Es gibt mehrere Erklärungen. Keine davon dürfte der Regierung in Kiew gefallen.

Das Flugzeug, das am Dienstag am Moskauer Flughafen Wnukowo landete, erregte Aufsehen. Es handelte sich um eine C-17A Globemaster III der US-Luftwaffe. An Bord des riesigen Militärtransporters befand sich offenbar ein hochrangiger Passagier, ein Gesandter der US-Regierung. Doch einen offiziellen Empfang gab es nicht, nicht einmal eine Bestätigung, dass der Flug aus den USA tatsächlich eingetroffen war. Vom Kreml hieß es, man wisse von nichts.

Wie ukrainische Medien berichten, hatten die USA die Regierung in Kiew zuvor gebeten, vom 24. bis zum 26. August keine Drohnenangriffe auf die Städte St. Petersburg und Moskau durchzuführen. Solcherlei Anfragen werden normalerweise nur gestellt, wenn hochrangige Staatsgäste den Luftraum passieren. Der Grund für die Anfrage: An Bord der Maschine war laut US-Medien der Chef des US-Auslandsgeheimdiensts CIA, John Ratcliffe.

Was Ratcliffe dazu bewogen hatte, inmitten zunehmender Spannungen nach Moskau zu reisen, wurde sogleich Gegenstand von Spekulationen. Wollte der CIA-Boss in den Kreml, um Russlands autoritärem Herrscher eine Nachricht zu überbringen? Davon gehen jedenfalls politische Beobachter aus. Wie unter anderem das "Wall Street Journal" berichtet, soll Trumps Mann der Führung in Moskau ins Gewissen geredet haben. Sogar von einer Warnung an Wladimir Putin ist die Rede.

Die Zeitung berichtet unter Berufung auf amerikanische Geheimdienstquellen, dass die US-Regierung Informationen über eine großangelegte Mobilisierungskampagne des Kreml besitzt. Damit rechnen einige Experten schon seit Monaten. Nach den Parlamentswahlen Ende September könnte Putin eine solche Mobilisierung ausrufen. Sicher ist das jedoch nicht. Das Risiko für den Despoten in Moskau ist hoch. Denn der Unmut in der Bevölkerung über Engpässe an den Tankstellen und steigende Lebenshaltungskosten ist im Land schon jetzt deutlich spürbar. Eine großangelegte Einberufung – die Rede ist von bis zu 300.000 Personen – dürfte die Lage für den Kremlherrscher verschärfen.

2021 kam schon einmal ein CIA-Chef nach Moskau

Die Geheimniskrämerei um den Besuch Ratcliffes könnte jedoch auch noch einen weiteren Grund haben. Denn wie das "WSJ" berichtet, sollen die US-Geheimdienste auch über die Information verfügen, dass Putin einen Schlag gegen die Nato plant. Demnach wolle der 72-Jährige das Bündnis militärisch auf die Probe stellen.

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