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Irankrieg: US-Militär meldet neue Angriffe auf Revolutionsgarde

11 hours ago 3

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Simon Sales Prado

Republikanischer US-Ausschusschef verteidigt neue Angriffe

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im US-Repräsentantenhaus, Brian Mast, hat sich hinter die neuen Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran gestellt. Er halte das Vorgehen für klug, sagte der Republikaner. Auf die Frage, ob die wieder aufgeflammten Kampfhandlungen ein Anlass für eine formelle Abstimmung des Kongresses über den Krieg seien, antwortete er, das sei »nicht unbedingt« nötig. Für Angriffe gegen eine unmittelbare Bedrohung der USA brauche es keine Kriegserklärung. Der Iran fällt nach seiner Darstellung in diese Kategorie. 

Simon Sales Prado

Iran meldet zwei Tote bei US-Angriff

Bei einem Angriff der USA auf ein Haus im Süden des Irans sollen mindestens zwei Menschen getötet worden sein. Das teilte der Vizegouverneur der Provinz Hormusgan, Ahmad Nafissi, laut dem iranischen Staatsfernsehen mit. Zwei weitere wurden demnach verletzt. 

Simon Sales Prado

Iran lehnt Kooperation mit IAEO-Atominspektoren ab

Der Iran verweigert nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) die Zusammenarbeit mit ihren Inspektoren. Das teilte IAEO-Chef Rafael Grossi nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa intern mit. Das Land habe der IAEO demnach weiterhin keine Informationen zu den etwa 440 Kilogramm an beinahe waffentauglichem Uran im Land geteilt. Die Inspektoren haben demnach derzeit auch keinen Zugang zu den mehr als 20 Standorten des iranischen Atomprogramms. 

Sarah Kohler

US-Angriffe zielen laut Trump auf Wiederaufbau iranischer Radaranlagen

Die jüngsten US-Angriffe auf den Iran galten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump vor allem dem Wiederaufbau iranischer Radaranlagen. Diese seien bei früheren Angriffen der USA und Israels in dem seit einem halben Jahr andauernden Konflikt weitgehend zerstört worden, sagte Trump dem Sender Fox News. Das US-Militär habe den Wiederaufbau der Radarsysteme beobachtet und mit einem Angriff gewartet, bis die Arbeiten fast abgeschlossen gewesen seien, berichtete Fox-News-Korrespondent Trey Yingst unter Berufung auf ein Telefonat mit Trump. Die Angaben wurden zunächst nicht bestätigt.

Sarah Kohler

Iran meldet Vergeltungsangriffe auf US-Stützpunkte in der Region

Das iranische Militär führt iranischen Medienberichten zufolge als Reaktion auf die jüngsten US-Bombardements Vergeltungsangriffe auf US-Stützpunkte in der Region aus. Die Armee habe einen »entscheidenden« Militäreinsatz gestartet, schreibt die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. »Stützpunkte und Interessen der USA in der Region werden von iranischen Raketen und Drohnen angegriffen.« Die iranischen Revolutionsgarden schrieben, die USA würden die jüngsten Angriffe rund um die Straße von Hormus »bereuen«. Sie kündigten eine »schwere Bestrafung« an.

Jona Spreter

US-Militär meldet neue Angriffe auf Revolutionsgarde

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mit Angriffen auf Ziele der Islamischen Revolutionsgarde begonnen. Diese erfolgten »als Reaktion« auf ​die jüngsten Angriffsversuche gegen die Handelsschifffahrt in ⁠der Straße von Hormus und gegen in der ​Region stationierte amerikanische Soldaten, teilte das Zentralkommando des US-Militärs mit. Das iranische Staatsfernsehen meldete mehrere Explosionen im Süden des Landes nahe der Straße von Hormus.

US-Präsident Donald Trump warnte den Iran vor einer Reaktion auf die »sehr gerechtfertigten« Angriffe. Die USA würden dann erneut attackieren – mit viel größerer Härte und auf einer deutlich höheren Eskalationsstufe.

Lino Wimmer

Weiterer Tanker bei Meerenge von Hormus aufgehalten

Nahe der Meerenge von Hormus ist ein weiteres Schiff an der Durchfahrt gehindert worden. Das teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mit. Der Vorfall ereignete sich demnach gestern vor der omanischen Küste, östlich der Meerenge von Hormus.

Die britische Sicherheitsfirma Ambrey teilte mit, das Schiff sei gestoppt worden, treibe aber weiter im Golf von Oman. Berichte über Verletzte gebe es nicht. Nach Angaben der UKMTO handelt es sich bei dem Schiff um einen Tanker, der von »militärischen Kräften« aufgehalten wurde.

In einen weiteren Tanker waren der Behörde zufolge gestern drei Geschosse eingeschlagen, als dieser auf dem Weg aus dem Persischen Golf durch die Meerenge war. Verletzte oder Umweltschäden seien auch in diesem Fall nicht bekannt, hieß es.

Marla Noss

Iran spricht von flächendeckender Flugabwehr im Land

Das iranische Militär hat nach eigenen Angaben Flugabwehreinheiten an mehr als 3.800 Orten im ganzen Land stationiert. »Viele dieser Orte befinden sich in schwer zugänglichen Gebieten. Iran ist ein Land mit vielfältigen geografischen Gegebenheiten, und die Luftverteidigungskräfte sind in Wüsten, an Küsten, auf Inseln und im Gebirge stationiert«, sagte ein iranischer General im Staatsfernsehen.

In dem Interview kritisierte er die importierten Waffensysteme. Der Iran sei daher zu dem Ergebnis gekommen, vermehrt heimisch produzierte Flugabwehrsysteme einzusetzen. Außerdem sprach er davon, dass bei den zurückliegenden militärischen Konflikten mit den USA und Israel rund 160 Soldaten der Flugabwehr getötet worden seien. 

Theresa Walter

Iran laut Peseschkian bereit zu diplomatischer Lösung mit den USA

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat Offenheit für eine diplomatische Lösung im Krieg mit den USA signalisiert. »Sollten die Vereinigten Staaten zu ihren Verpflichtungen aus der Vereinbarung zurückkehren, wird die Islamische Republik Iran umgehend entsprechende Maßnahmen ergreifen«, sagte Peseschkian auf einem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Kirgisistan.

Im Juni hatten die USA und der Iran ein sogenanntes Rahmenabkommen getroffen, um die Kämpfe zu beenden. Die Vereinbarung lief jedoch aus, ohne dass ein tatsächliches Friedensabkommen zustande kam.

Zuletzt gab es weniger Angriffe der USA auf den Iran. US-Präsident Donald Trump hat jedoch einen »Wirtschaftskrieg« gegen den Iran angekündigt und neue Sanktionen gegen das Land erlassen. Er machte wiederholt deutlich, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran so lange steigern zu wollen, bis sich das Land den US-Forderungen beugt.

Eva Casper

Erneut Handelsschiff in der Straße von Hormus angegriffen

Nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO ist ein Öltanker in der Straße von Hormus von drei »unbekannten Geschossen« getroffen worden. Verletzte oder Umweltschäden gebe es nicht. Der Vorfall ereignete sich demnach 31 Kilometer östlich der omanischen Küstenstadt Chasab. 

Verena Hölzl

Vereinigte Arabische Emirate schießen Drohne ab

Der Iran hat erneut eine Drohne in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate abgefeuert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Emirate wurde die Drohne über den eigenen Hoheitsgewässern abgefangen. Das Land bezeichnete den Angriff als »gefährliche Eskalation« durch den Iran.

Maxim Nägele

Ölpreis steigt nach neuen Angriffen zwischen USA und Iran

Nach den neuen US-Angriffe und den iranischen Gegenangriffe hat sich das Rohöl ‌verteuert. ⁠Der Preis ​für die Sorte Brent aus der Nordsee ​stieg um 3,3 Prozent auf 90,98 Dollar pro Barrel.

Entscheidend sei, ‌dass sich die Verhandlungen ​über eine Öffnung der Straße von Hormus nun voraussichtlich verzögern, sagte ⁠Suvro ​Sarkar, Chef-Rohstoffanalyst der Bank ‌DBS. Daher werde der ‌Ölpreis wohl auf absehbare ​Zeit zwischen 85 und ⁠95 ​Dollar pendeln.

Yannick von Eisenhart

Vereinigte Arabische Emirate melden Drohnenvorfall

Die Luftwaffe der Vereinigten Arabischen Emirate hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf eine Drohne über den Gewässern des Landes »reagiert«. Die Drohne habe sich aus Richtung Iran genähert. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall nannte das Verteidigungsministerium nicht.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor berichtet, dass die iranische Armee mitgeteilt habe, den Flugplatz Minhad südöstlich von Dubai mit Drohnen angegriffen zu haben. 

Pia Packmohr

Iran verurteilt US-Angriffe aus der Nacht 

Nach nächtlichen gegenseitigen Angriffen hat Irans Außenministerium die Attacken der USA verurteilt. Das teilte das Ministerium auf Telegram mit. Bei den Luftangriffen auf die Insel Larak in der Straße von Hormus seien mehrere Angehörige der iranischen Streitkräfte getötet worden.

Jona Spreter

Iran meldet brennenden Öltanker

In der Straße von Hormus ist laut iranischen Angaben ein großer Öltanker in Brand geraten, nachdem er von zwei Seeminen getroffen worden war. Der Tanker habe versucht, die Wasserstraße »illegal« zu passieren, berichtete das iranische Staatsfernsehen unter Verweis auf eine Mitteilung der Revolutionsgarde. Zur Herkunft des Schiffes oder seiner Besatzung wurden keine Angaben gemacht.

Die Revolutionsgarde warnte, dass anderen Schiffe, die gegen ihre »Sicherheitsvorschriften« verstießen, Ähnliches geschehen würde.

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