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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNewsblog zum Krieg in Nahost
Iranischer General: Krieg auch aufs Mittelmeer ausweiten
Aktualisiert am 06.06.2026 - 23:50 UhrLesedauer: 25 Min.

Mohsen Rezaei bei einer Anti-USA-Demonstration. Er hat mit einer Ausweitung des Kriegs gedroht. (Quelle: Maryam Rahmanian via www.imago-images.de)
Der Iran droht mit Angriffen im Indischen Ozean und im Mittelmeer. Teheran besteht auf Rückgabe eingefrorener Vermögen. Alle Entwicklungen zum Krieg in Nahost im Newsblog.
Sonntag, 7. Juni
Bericht: USA wollen Iran-Vermögen an Golfländer geben
Die USA wollen einem Insider zufolge ihren Verbündeten am Golf iranische Vermögenswerte zur Verfügung stellen. Das Geld solle dabei helfen, die Schäden zu reparieren, die der Iran in den Ländern möglicherweise künftig noch anrichten werde, sagt eine mit den Überlegungen vertraute Person. Auch werde erwogen, für bereits entstandene Schäden ebenso vorzugehen. US-Finanzminister Scott Bessent habe ein Team beauftragt, die Kosten für Schäden zu bewerten, die den Verbündeten am Golf bereits durch den Iran zugefügt wurden.
Samstag, 6. Juni
Iranischer Spitzenberater droht mit Ausweitung des Kriegs
Mohsen Rezaei, ein ranghoher iranischer General und Berater des Obersten Führers Modschtaba Chamenei, hat mit einer Ausweitung des Kriegs gedroht. "Wenn der Krieg weitergeht und die Seeblockade nicht aufgehoben wird, werden wir den Krieg in den Indischen Ozean, das Rote Meer und das Mittelmeer ausweiten", sagte er in einem Interview mit CNN. Der Iran wolle dem Krieg eine weitere Dimension verleihen, in dem "andere amerikanische" Stützpunkte angegriffen werden.
Pakistanischer Innenminister auf Vermittlungsmission
Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi ist nach erneuten Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran nach Teheran gereist. Geplant seien hochrangige Treffen mit iranischen Regierungsbeamten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus pakistanischen Sicherheits- und Diplomatenkreisen. Ziel sei es, den Dialog zwischen dem Iran und den USA zu fördern.
Der iranische Staatssender Irib berichtete nach der Ankunft Naqvis am Samstagabend (Ortszeit) in Teheran, es seien Treffen mit Präsident Massud Peseschkian und Außenminister Abbas Araghtschi geplant.
Iran warnt Nachbarn vor Nutzung ihres Territoriums für US‑Angriffe
Der Iran hat die Nachbarstaaten erneut davor gewarnt, ihr Territorium für mögliche US‑Militäroperationen gegen die Islamische Republik zur Verfügung zu stellen. "Die Länder der Region sollten den Grundsatz guter Nachbarschaft beachten und ihr Territorium nicht für aggressive Handlungen gegen den Iran nutzen", erklärte das Außenministerium in Teheran in einer Mitteilung.
Hintergrund der scharfen Reaktion sind laut Teheran die US‑Angriffe vom frühen Samstagmorgen (Ortszeit) auf Radaranlagen der Region Sirik und der Insel Gheschm im Süden des Landes. "Dieser Angriff war ein klarer Verstoß gegen die Waffenruhe vom April 2026 und eine militärische Aggression gegen die territoriale Integrität Irans", so das Ministerium.
Der Iran forderte den UN‑Sicherheitsrat dazu auf, auf die "offensichtliche Verletzung der Waffenruhe" und die "illegalen Handlungen der USA", die sowohl den regionalen als auch den internationalen Frieden gefährdeten, zu reagieren.
Israel prüft tödlichen Angriff auf libanesische Soldaten
Das israelische Militär erklärt zu dem Angriff auf libanesische Soldaten, der Vorfall werde geprüft. Das Militär habe im Südlibanon ein Fahrzeug angegriffen, weil es für eine Bedrohung für die eigenen Truppen gehalten worden sei. Einer ersten Untersuchung zufolge hätten sich zwei Offiziere und ein Soldat der libanesischen Armee in dem Wagen befunden. Es habe zuvor Hinweise gegeben, dass die Hisbollah-Miliz aus demselben Gebiet auf israelische Soldaten feuern wolle.
Iran verlangt Freigabe eingefrorener Vermögenswerte
Die Verhandlungen mit den USA sind nach den Worten des Militärberaters von Irans oberstem Führer Modschtaba Chamenei, Mohsen Resai, vor allem wegen eines Streits um im Ausland eingefrorene iranische Vermögenswerte ins Stocken geraten. Wenn US-Präsident Donald Trump eine Einigung mit Teheran wolle, seien "diese 24 Milliarden Dollar ein Test", sagte Resai in einem am Freitag ausgestrahlten Interview mit dem US-Sender CNN.
"Das ist die Prüfung, die die Vereinigten Staaten bestehen müssen", um den Weg für eine Einigung zu ebnen, fügte Resai hinzu, der früher Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden war. "Das ist unser eigenes Geld, nicht das der Vereinigten Staaten".
Der Iran unterliegt seit Jahrzehnten westlichen Sanktionen, die seine Wirtschaft und sein Finanzsystem stark beeinträchtigen. Außerdem wurden im Zuge der Islamischen Revolution im Jahr 1979 Vermögenswerte Teherans im Ausland eingefroren. Iranische Medien schätzten deren Wert unlängst auf 100 bis 123 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 86 bis 106 Milliarden Euro).
Mehrere libanesische Soldaten bei israelischem Angriff getötet
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon werden nach Angaben der libanesischen Armee mehrere ihrer Soldaten getötet, darunter ein Offizier. Ziel des Angriffs auf der Straße zwischen Khardali und Nabatieh ist demnach ein Militärfahrzeug. Die libanesischen Streitkräfte halten sich traditionell aus den Kämpfen zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel heraus.
Kuwait meldet neue Angriffe
Der Golfstaat Kuwait wird erneut von Raketen und Drohnen angegriffen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilten die Streitkräfte des Landes am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zur Herkunft der Drohnen und Raketen und den Zielen der Angriffe gab es zunächst keine Angaben. Auch aus Bahrain werden Angriffe gemeldet.
Der Iran hatte den ölreichen Staat am Persischen Golf nach Angaben aus Kuwait zuletzt mehrfach angegriffen. Erst am Mittwoch hatte eine Drohne den internationalen Flughafen getroffen. Dabei wurde mindestens eine Person getötet, Dutzende wurden verletzt.


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