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Iran: Haben US-Kampfjet und Reaper-Drohne beschossen

3 weeks ago 14

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Newsblog zum Krieg in Nahost

Iran: Haben US-Kampfjet und Reaper-Drohne beschossen


Aktualisiert am 26.05.2026 - 17:07 UhrLesedauer: 22 Min.

 Die SPD hat ihren Widerstand offenbar aufgegebenVergrößern des Bildes

Bewaffnete "Reaper"-Drohne im Einsatz: Der Iran will ein solches Gerät geortet haben. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)

Der Oberste Führer des Iran warnt die USA. Der Iran will eine US-Drohne und einen Kampfjet beschossen haben. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Dienstag, 26. Mai

Zivilschutz: Sieben Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Bei israelischen Luftangriffen sind im Gazastreifen nach palästinensischen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Fünf Menschen seien bei einer Attacke auf eine "Gruppe Zivilisten" im Flüchtlingslager al-Maghasi getötet worden, erklärte die von der radikalislamischen Hamas kontrollierte Zivilschutzbehörde am Dienstag. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden. Das Al-Aksa-Krankenhaus bestätigte die Zahl der Opfer.

Ein Zeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, eine Gruppe bewaffneter Männer sei am Dienstagmorgen in das Flüchtlingslager eingedrungen. Bewohner hätten die Männer attackiert. Daraufhin seien die Bewohner von einer israelischen Drohne ins Visier genommen worden. Die bewaffneten Männer seien daraufhin in ein Gebiet geflohen, das unter israelischer Kontrolle steht.

Bereits mehrfach war über Auseinandersetzungen zwischen Einwohnern und angeblich von Israel unterstützten Anti-Hamas-Milizen berichtet worden. Das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis berichtete unterdessen von zwei Leichen, die nach einem Luftangriff auf ein Fahrzeug eingeliefert worden seien. Ein israelischer Militärsprecher bestätigte einen Luftangriff in Chan Junis "auf Hamas-Terroristen".

Iran: Haben US-Kampfjet und Reaper-Drohne beschossen

Nach Äußerungen der US-Streitkräfte in der Nacht über Angriffe auf den Iran spricht die Islamische Republik von Luftverteidigungsmaßnahmen. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten auf eine US-Drohne vom Typ RQ-4 und ein Kampfflugzeug des Typs F-35 gefeuert und eine US-Drohne vom Typ MQ-9 Reaper geortet, hieß es in einer Mitteilung am Vormittag (Ortszeit). Die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten, die IRGC hätten eine US-Kampfdrohne vom Typ MQ-9 abgeschossen. Die Revolutionsgarden warnten zugleich vor jedem Bruch der Waffenruhe durch die USA und pochten auf ihr Recht auf Gegenschläge.

Am frühen Nachmittag (Ortstzeit) schrieb das iranische Außenministerium, die USA hätten in den vergangenen 48 Stunden grob gegen die Waffenruhe verstoßen. Dies zeuge inmitten diplomatischer Bemühungen von einem Vertrauensbruch, berichtete Tasnim unter Berufung auf die Stellungnahme. Es habe "mehrere Fälle von Piraterie gegen iranische Handelsschiffe gegeben". Die iranische Führung bezeichnet die US-Seeblockade als Piraterie. Eine Verurteilung von US-Luftangriffen blieb in der Stellungnahme demnach aus.

Inmitten der Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs hatte das US-Militär in der Nacht bekanntgegeben, am Montag Ziele im Iran angegriffen zu haben. Im Süden des Landes seien Raketenstellungen getroffen und im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert worden, die Minen in der Meerenge verlegt haben sollen, wie das US-Militär mitteilte. Die "Angriffe zur Selbstverteidigung" dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär, hieß es. Ob sich die Mitteilung über das iranische Feuer auf die US-Drohne und das Kampfflugzeug auf Vorfälle des Vortags oder möglicherweise neue Vorfälle bezog, wurde nicht näher angegeben.

Explosion an Tanker vor Küste Omans – Treibstoff ausgetreten

Vor der Küste des Oman hat sich an einem Tanker nach einem mutmaßlich iranischen Angriff eine Explosion ereignet. Der Kapitän habe eine Explosion am Schiffsrumpf gemeldet, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute mit. Die Besatzung sei in Sicherheit, es sei aber Treibstoff ausgetreten und ins Meer geströmt. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren.

Weil sich die Explosion nahe der Wasserlinie ereignete, könnte es sich um einen Angriff mit einem Drohnenboot handeln oder mit einer Haftmine, die am Schiffsrumpf angebracht wurde.

Seit Beginn des Iran-Kriegs vor drei Monaten wurden mehrfach Schiffe in der Straße von Hormus und angrenzenden Gewässern angegriffen. Weil die Meerenge faktisch für den Schiffsverkehr geschlossen ist, stecken nach US-Angaben rund 22.500 Seeleute an Bord von mehr als 1.550 Handelsschiffen im Persischen Golf fest.

Neue Hinrichtung im Iran nach Spionagevorwürfen

Irans Justiz hat erneut einen Mann nach Spionagevorwürfen hingerichtet. Wie das Justizportal "Misan" berichtete, sei dem Mann vorgeworfen worden, Personen für den israelischen Geheimdienst angeworben zu haben. Das Urteil sei nach Bestätigung durch den Obersten Gerichtshof durch Erhängen vollstreckt worden.

Die Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen sprach hingegen von einem 34-jährigen ehemaligen Sportler und politischen Gefangenen. Der aus der iranischen Stadt Ardabil stammende Mann habe eigentlich in der Türkei gelebt und sei während einer Reise im Irak von iranischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Die Organisation kritisierte, er habe keinen Zugang zu einem Anwalt seiner Wahl gehabt und das Gerichtsverfahren sei intransparent verlaufen. Sein Bruder sei ebenfalls im Iran inhaftiert, hieß es in dem Bericht von vergangener Woche weiter.

Iran fordert offenbar Freigabe von 24 Milliarden Dollar

Der Iran verlangt die Freigabe von im Ausland eingefrorenen Geldern in Höhe von rund 24 Milliarden Dollar. Dies müsse in die Absichtserklärung mit den USA eingehen, die derzeit ausgehandelt werde, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf das Umfeld des iranischen Verhandlungsteams. Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf sei nach Katar gereist, um dort eine Einigung auf einen entsprechenden Mechanismus zu erzielen, heißt es in dem Bericht weiter.

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Chamenei-Kanal: Golfstaaten schützen US-Militärstützpunkte nicht mehr

Die USA können sich nach einer Erklärung auf dem Telegram-Kanal des obersten iranischen Führers Ajatollah Modschtaba Chamenei künftig nicht mehr auf den Schutz ihrer Militärstützpunkte durch die Golfstaaten verlassen. Es werde für die USA in der Region keinen sicheren Hafen mehr geben, betonte Chamenei in der Mitteilung. "Nieder mit Amerika" und "Nieder mit Israel" sollen demnach die gemeinsamen Parolen der islamischen Gemeinschaft und der Unterdrückten der Welt werden.

Chamenei war zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, nachdem dieser zu Beginn des Kriegs getötet worden war. Er soll allerdings selbst verletzt worden sein. Öffentlich ist er seit seiner Ernennung nicht in Erscheinung getreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürt. Die USA und der Iran ringen derzeit um einen Weg zur Beendigung des seit fast drei Monaten anhaltenden Krieges. Ungeachtet dessen nahmen die USA ihre Angriffe zuletzt wieder auf.

Palästinenser: Tote bei israelischem Luftangriff im Gazastreifen

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen getötet worden. Eine israelische Drohne habe am Dienstag eine Rakete auf Bewohner des Flüchtlingslagers Maghasi abgefeuert, teilten Sanitäter mit. Die Bewohner hätten sich einer von Israel unterstützten und mit der herrschenden Hamas verfeindeten Palästinenser-Miliz entgegengestellt. Die Miliz habe versucht, in ein Gebiet östlich des Lagers einzudringen. Bei dem Vorfall habe es auch mehrere Verletzte gegeben. Das israelische Militär nahm zunächst nicht dazu Stellung. Die Armee kämpft seit dem Hamas-Überfall auf Israel im Oktober 2023 gegen die radikalen Islamisten im Gazastreifen.

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