Estland: Ehemaliger EU-Kommissar Siim Kallas ist tot
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Er verhandelte den EU-Betritt seines Landes: Estlands früherer Ministerpräsident Siim Kallas ist mit 77 Jahren verstorben. Das teilte die Tochter des Politikers mit.
Quelle: DIE ZEIT,
dpa,
tw
Aktualisiert am 22. August 2026, 12:50 Uhr
Artikelzusammenfassung
Siim Kallas ist tot. Seine Tochter Kaja Kallas machte die Nachricht in tiefer Trauer auf Social Media publik, die estnische Staatskanzlei bestätigte sie, und damit endet die lange politische Laufbahn eines Mannes, der Estlands Post-Sowjet-Story wie ein Chefredakteur im Newsroom mitgeschrieben hat. Seit der wiedererlangten Unabhängigkeit 1991 besetzte er fast jede Schlüsselrolle im Staatsapparat – Ministerpräsident, Außenminister, Finanzminister, Zentralbankchef –, ein Karriere-Portfolio, das in kleinen Staaten oft nach Pflichtprogramm klingt, hier aber nation building im Schnelldurchlauf bedeutete. Nach dem von ihm mitverhandelten EU-Beitritt wechselte der liberale Strippenzieher 2004 nach Brüssel und wurde EU-Kommissar, also genau dorthin, wo nationale Ambitionen gern im supranationalen Maschinenraum weiterlaufen. 2019 kehrte er noch einmal als Abgeordneter ins estnische Parlament zurück, bevor er sich 2024 aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik verabschiedete – leise, fast off-mic, nach Jahrzehnten auf der Hauptbühne.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Der langjährige EU-Kommissar und frühere Regierungschef Estlands Siim Kallas ist tot. Das teilte seine Tochter, die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, in »tiefer Trauer« auf sozialen Medien mit. Eine Sprecherin der estnischen Staatskanzlei bestätigte den Tod. Kallas wurde 77 Jahre alt.
Kallas hatte Estland seit dessen wiedererlangter Unabhängigkeit in 1991 als Ministerpräsident, Außenminister, Finanzminister und Zentralbankchef geprägt. Nach dem von ihm mitverhandelten EU-Beitritt Estlands wurde der liberale Politiker 2004 zum EU-Kommissar ernannt. 2019 wechselte er als Abgeordneter ins estnische Parlament und zog sich 2024 aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurück.