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Was haben Würstchen, Hanfpflanzen und Stinkefüße gemeinsam? Einen verräterischen Duft, der schon manchen Gauner hat auffliegen lassen. Eine olfaktorische Fallsammlung
Artikel aus ZEIT Verbrechen
Erschienen in
ZEIT Verbrechen Nr. 40/2026
Artikelzusammenfassung
Gerüche führten in mehreren kuriosen Kriminalfällen direkt zu den Tätern. Zuerst stoppte die Polizei in Sachsen zwei Gruppen von Männern mit insgesamt 100 Kilogramm gestohlenen Bärlauchknollen, dann verriet in China der Fußgeruch eines Einbrechers dessen Flucht aus einem Hotel. Danach flog in Hamburg eine Marihuanaplantage auf, weil missglückte Duftspender die Nachbarn alarmierten, und in England spürte ein Polizeihund Einbrecher über gestohlene Würste und Speck auf. Später entdeckten Polizisten in Oregon einen flüchtigen Raser dank seines starken Herrenparfums im Gebüsch. Zum Schluss brach in China ein Betrugsverdächtiger seine vorgetäuschte Ohnmacht ab, weil ihn der Geruch eines Rindfleisch-Currys aus dem Krankenbett lockte.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
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Fette Beute für Feinschmecker
Trotz Gegenverkehr ließ der Fahrer sein Fernlicht eingeschaltet. Die
Polizisten, die am 4. Februar 2025 nachts auf der sächsischen
Bundesstraße Streife fuhren, wurden misstrauisch. Sie hielten den Wagen
an. Aus dem Volvo waberte ihnen ein würziger Geruch entgegen:
unverkennbar für jene, die im Frühjahr gern im Wald spazieren gehen, und
so intensiv, dass es nicht bloß der scharfe Mundgeruch eines der drei
Insassen sein konnte. Im Kofferraum fanden die Beamten das Diebesgut der
Männer: etwa 50 Kilogramm Bärlauchknollen in Einkaufstüten, samt
Erntewerkzeug.