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"Deutschland steht mit heruntergelassenen Hosen da"
26.08.2026 - 11:55 UhrLesedauer: 10 Min.

Test einer russischen Interkontinentalrakete vom Typ Sarmat (2022): Russland verfügt über eine hohe Zahl nuklearer Optionen, warnt Joachim Krause. (Quelle: Uncredited/AP/dpa)
Unablässig droht Russland mit seinen Atomwaffen, denn Angst ist eine Waffe im Arsenal des Kreml. Politologe Joachim Krause erklärt, warum die Furcht vor dem Nuklearkrieg in Deutschland besonders verfängt.
Russland ist aggressiv, die alte Schutzmacht USA ist unter Donald Trump für die Nato-Partner zum unsicheren Alliierten geworden. An atomaren Drohungen gegen Deutschland spart das russische Regime seit Jahren nicht. Denn der Kreml weiß wohl um die Ängste in Deutschland vor einem Atomkrieg. Angst ist aber ein schlechter Ratgeber, sagt Politologe Joachim Krause, der zu den führenden Sicherheitsexperten in Deutschland gehört.
Wie gefährlich ist Russlands nukleares Arsenal? Welche Optionen haben Deutschland und Europa, um sich zu schützen? Und wie groß war der Anteil von Deutschen an der Entwicklung der Nuklearwaffe? Diese Fragen beantwortet Joachim Krause, Autor des Buches "Die Deutschen und die Atombombe", im Gespräch.
t-online: Professor Krause, braucht Deutschland in dieser gefährlichen Zeit die Atombombe?
Joachim Krause: Es wäre ein Element der Sicherheit, wenn Deutschland die Atombombe hätte. Und zwar eben nicht nur eine, sondern ein ganzes Arsenal, vergleichbar mit denen Frankreichs und Großbritanniens. Aber wir haben das nicht und Atomwaffen kann man nicht so eben beschaffen.
Wie realistisch wäre ein solches Vorhaben überhaupt?
Das ist vollkommen unrealistisch. Deutschland verfügt nicht über die dazu notwendigen Fähigkeiten. Das liegt vor allem daran, dass die Bundesrepublik aus der zivilen Kernenergie ausgestiegen ist. Früher hat es durchaus ein entsprechendes Potenzial gegeben, aber heute haben wir nicht einmal mehr die nötigen Einrichtungen und Experten. Von den anderen Dingen – wie den Spaltstoffen – noch ganz abgesehen. Aber nehmen wir an, dass Deutschland an die Entwicklung einer Atombombe gehen würde: Die Russen würden das sicherlich sabotieren.
Zur Person
Prof. Dr. Joachim Krause, geboren 1951, ist Politikwissenschaftler und Experte für Sicherheitspolitik. Bis zu seiner Emeritierung 2016 lehrte Krause Internationale Politik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und war bis 2023 Direktor des dortigen Instituts für Sicherheitspolitik. Im März 2026 erschien sein Buch "Die Deutschen und die Atombombe. Eine Geschichte von Angst, Ambivalenz und Verantwortung" im Verlag Herder.
Zudem hat Deutschland den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen unterschrieben.
Den kann man kündigen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Bundesregierung das tun würde, die sich nicht einmal traut, die Wehrpflicht wieder einzuführen.
War der Ausstieg Deutschlands aus der friedlichen Nutzung richtig oder falsch?
Der Atomausstieg war eher ein Fehler. Die zivile Nutzung der Atomkraft hatte uns seinerzeit eine gewisse nukleare Latenz verschafft. Latenz bedeutet, dass Deutschland binnen relativ kurzer Zeit zumindest eine überschaubare Anzahl von Atombomben hätte bauen können. Über diese Fähigkeit verfügte Deutschland nur bis ungefähr Mitte der Neunzigerjahre. Dann war es vorbei – vor allem wegen der nicht in Betrieb genommenen MOX-Brennelementefabrik im hessischen Hanau.
Der Grünen-Politiker und spätere Außenminister Joschka Fischer war eine treibende Kraft dafür, dass die Anlage nie in Betrieb ging.
Richtig, und mittlerweile fordert Fischer die "europäische Atombombe". Allerdings übersieht Fischer – ebenso wie andere – eine Tatsache: Es reicht nicht aus, eine Atombombe zu haben. Effektive Abschreckung erfordert ein regelrechtes Arsenal an verschiedenen Typen von Atomwaffen. Diese wiederum benötigen entsprechende Trägersysteme. Wenn man das ins Auge fasst, dann wird das sehr teuer und zeitaufwendig.
Die Bundesregierung unter Friedrich Merz setzt auf eine vertiefte Kooperation mit der Atommacht Frankreich: Wie Erfolg versprechend ist dieses Vorhaben?
Auf Donald Trump als Anker der nuklearen Abschreckung ist kein Verlass. Er beschimpft seine Alliierten und sucht die Nähe von Putin, über den er nie ein kritisches Wort verliert. Frankreich ist von daher ein wichtiger Partner, weil es eine eigenständige Atomwaffenmacht ist. Aber man sollte die Erwartungen nicht zu hoch stecken. Präsident Macron hat deutlich gemacht, dass er über eine gewisse Ausdehnung der französischen Nukleargarantie auf Zeit nachdenkt. Das ist besser als gar nichts, aber es werden auch andere Optionen diskutiert.
Welche?
Gelegentlich höre ich, dass die Skandinavier zusammen mit den baltischen Staaten, Deutschland und Polen ein europäisches Atomwaffenprogramm auflegen könnten. Aber da stellt sich das gleiche Problem wie in Deutschland: Die zivile Nutzung der Atomkraft ist überall gering, die Expertise fehlt. Im Grunde haben wir keine guten Optionen und müssen an dem festhalten, was da ist: am Bündnis mit den USA und der Hoffnung, dass Frankreich im Notfall einspringt, bis in den USA wieder eine seriöse Person US-Präsident ist.
Die russische Vollinvasion der Ukraine 2022 hat Deutschland kalt erwischt. Hat die Bundesrepublik mittlerweile zumindest teilweise ihre Hausaufgaben gemacht?
Bei der konventionellen Rüstung bessert sich die Lage, aber Deutschland steht mit heruntergelassenen Hosen da, was die Abschreckung gegen Atomwaffen betrifft. Russland hat sich in den vergangenen 15 Jahren eine Vielzahl nuklearer Optionen gesichert, über die wir Deutschen und die Europäer nicht verfügen. Und es erpresst uns mit Kernwaffen. Wir sind in einer ähnlichen Situation wie 1977, als Bundeskanzler Helmut Schmidt auf eine Abschreckungslücke der Nato hinwies, die es zu schließen gelte. Wir sollten uns aber noch eine andere Tatsache bewusst machen.
Welche?
Meine Generation ist in dem Glauben aufgewachsen, dass Atomwaffen ein Instrument der Kriegsverhinderung und gegebenenfalls auch der Kriegsbeendigung im Sinne defensiver Ziele sind. Heute sind sie ein Mittel der offensiven Kriegsführung. Russland nutzt Kernwaffendrohungen, um zu verhindern, dass einmal gemachte militärische Eroberungen zurückerobert werden.
In Deutschland herrscht eine erhebliche Furcht vor einem Atomkrieg, das russische Regime befeuert diese Angst durch wiederkehrende nukleare Drohgebärden.
Die Russen kennen uns ziemlich gut, und sie wissen unsere Ängste zu nutzen. Wir machen es ihnen aber auch sehr leicht.
In Ihrem Buch "Die Deutschen und die Atombombe" gehen Sie dem komplizierten Verhältnis Deutschlands zur Atombombe nach. Woher stammen die Ängste innerhalb von Teilen der deutschen Bevölkerung vor einem Atomkrieg?
Die Angst vor einem verheerenden Atomkrieg hat ihre Wurzeln in den Fünfziger- und Sechzigerjahren. Damals sah die Nato-Strategie im Falle einer sowjetischen Aggression den massiven Einsatz von Atomwaffen auf deutschem Boden vor.
Entsprechend sprach man von der Strategie der "Massive Retaliation", der "Massiven Vergeltung".
Richtig. Falls es zu einem Krieg gekommen wäre, wäre von den beiden deutschen Staaten nicht viel übrig geblieben. Die Strategie der "Massiven Vergeltung" war eine der größten Dummheiten, die die amerikanische Politik je ausgeheckt hat.
Glücklicherweise trat Ende der Sechzigerjahre die Strategie der "Flexible Response" in Kraft.
Darin wurde die Rolle von Kernwaffen im Falle eines Krieges zwischen Nato und Warschauer Pakt massiv heruntergefahren. Im Grunde sollten sie nur im Falle einer drohenden Niederlage zum Einsatz kommen – und zwar in ganz begrenzter Zahl. Es kam auch wegen Vereinbarungen zwischen den USA und der Sowjetführung zu einer massiven Reduzierung des Risikos eines nuklearen Schlagabtausches, aber das hat sich leider in Deutschland nicht herumgesprochen.
Im Gegenteil: Die Angst vor einem Atomkrieg hat zugenommen.
Im Zuge der Debatte um die Nachrüstung Anfang der Achtzigerjahre kamen die alten Ängste wieder auf und sie wurden politisch instrumentalisiert. Ich habe damals miterlebt, wie eine nukleare Panikwelle durch Westdeutschland lief, die durch fragwürdige Analysen von Friedensforschern angeheizt wurde, die ernsthaft behaupteten, dass ein Atomkrieg unmittelbar bevorstünde, wenn die Nato-Mittelstreckenraketen beschafft. Das stimmte alles nicht, aber bis heute halten sich die damals in die Welt gesetzten Falschinformationen.
Die Geschichte hat die Mahner schließlich widerlegt.
Ja, aber auch das hat sich bei uns nicht herumgesprochen. Ich habe die Friedensbewegung miterlebt und für mich waren das Menschen, die primär ihre Angst auslebten und in völliger Unkenntnis der realen Zusammenhänge meinten, durch Demonstrationen gegen westliche Regierungen das durch die sowjetische Offensivstrategie verursachte Sicherheitsproblem zu lösen. Dadurch arbeiteten sie dem sowjetischen Generalstab geradezu in die Hände, obwohl sie etwas für den Frieden tun wollten. Eine selbstkritische Reflexion habe ich von tragenden Institutionen der damaligen Friedensbewegung noch nicht erlebt, auch nicht von der evangelischen Kirche.
Wozu raten Sie angesichts der heutigen Situation?
Wir sollten uns nicht von Tabus und Ängsten, sondern von Fakten und Realismus leiten lassen. Immer noch wird in Deutschland alles tabuisiert, was mit "Atom" zu tun hat. Dieser Trend hat seit zwei Jahrzehnten dazu beigetragen, dass das Wiederaufkommen einer militärischen und vor allem atomaren russischen Bedrohung in Deutschland weitgehend ignoriert worden ist. Aber den Kopf in den Sand zu stecken, ist genau das Falsche.
In Ihrem Buch weisen Sie auf die historische Paradoxie hin, dass Deutschland niemals eine Atombombe gebaut hat, aber Deutsche stark an ihrer Entstehung und Verbreitung beteiligt gewesen sind.
Da sind zunächst Otto Hahn und Lise Meitner zu nennen. Ihnen gelang im Dezember 1938 die Entdeckung der Kernspaltung. Das war ein großer Schritt. Bis zur Atombombe brauchte es aber noch erhebliche Grundlagenforschung. Es kursiert immer noch die Legende, dass die NS-Diktatur ein wirklich ernsthaftes Kernwaffenprogramm im "Dritten Reich" unterhielt. Richtig ist, dass das "Dritte Reich" tatsächlich eine Atomwaffenoption verfolgt hat, die aber aufgrund mangelnder Ressourcen und des Kriegsverlaufs keine Erfolgsaussichten hatte.
In den USA sah das anders aus.
Dort spielten deutsche und deutschsprachige Exilanten eine wichtige Rolle. 1939 schrieb der berühmte Nobelpreisträger Albert Einstein einen an den US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt gerichteten Brief, in dem vor der Möglichkeit einer deutschen Atombombe gewarnt wurde. Zugleich sollten die USA selbst das Potenzial der Atomenergie ausloten.
Der Ratschlag des Briefes wurde befolgt und mündete in das amerikanische "Manhattan-Projekt", das zum Bau der ersten Atombomben führte.
Die USA lenkten erst ab 1942 riesige Mittel in das "Manhattan-Projekt". Aber lange sah es nicht danach aus. Man kann durchaus sagen, dass ohne die zahlreichen exilierten Forscher vornehmlich aus Deutschland und anderen europäischen Ländern das Vorhaben der Amerikaner so nicht zustande gekommen wäre. Es waren die deutschen Physiker Otto Frisch, Rudolf Peierls und Franz Simon, die jene Berechnungen über die Machbarkeit von Uranbomben vorlegten, die dann die Ausgangsbasis des Manhattan-Projekts bildeten.
Auch die Sowjetunion wollte sich das Know-how deutscher Forscher zunutze machen. Wie ging das vor sich?
Stalin ließ nach Hiroshima ein industrielles Programm zum Bau der Atombombe auflegen. Im besiegten und besetzten Deutschland wurde nach Forschern gesucht, die helfen konnten. Darunter war der Physiker Nikolaus Riehl, der Natururan in reinste metallische Form bringen konnte. Damit war Riehl schon im Nationalsozialismus beschäftigt gewesen. Andere Deutsche bildeten sowjetische Atomphysiker und Ingenieure aus. Außerdem profitierte die Sowjetunion von den Uranvorkommen in Thüringen und Sachsen, die in ihrer Besatzungszone lagen. Ein russischer Nuklearexperte schätzte, dass die Sowjetunion in der Umsetzung ihres Atomwaffenprogramms dank deutscher Mitwirkung fünf Jahre gewinnen konnte.
Und nicht zuletzt sparte ein deutscher Exilforscher namens Klaus Fuchs den Sowjets besonders viel Zeit und Geld ein.
Fuchs war Mitarbeiter des "Manhattan-Projekts" gewesen, er hat den Sowjets das komplette Design einer Plutoniumbombe übergeben. Dazu muss man wissen, dass eine Plutoniumbombe viel anspruchsvoller zu konstruieren ist als eine Uranbombe. Im "Manhattan-Projekt" hatten die beteiligten Experten ungefähr ein Jahr für ein solches Design gebraucht. Aber auch andere in die Sowjetunion gebrachte deutsche Forscher hatten Erfolge vorzuweisen: Max Steenbeck und Gernot Zippe entwickelten ein Verfahren zur Uran-Isotopentrennung mittels Gaszentrifuge. In den USA war das als undurchführbar abgetan worden. Heute ist das die weltweit übliche Methode der Urananreicherung. Insgesamt war ein gewisses Maß an historischer Ironie im Spiel.
Inwiefern?
Die Panik, die Deutsche in Ost und West ab Mitte der 1950er-Jahre in Sachen Atomwaffen erfasste, war das Ergebnis technologischer Fortschritte, die in den 1940er-Jahren zu einem Großteil durch deutsche Wissenschaftler und Ingenieure ermöglicht wurden.
Nun leben wir erneut in einer zunehmend gefährlichen Welt. Haben Sie zumindest etwas Hoffnung, was die zukünftigen Entwicklungen angeht?
Die globale Situation verschlechtert sich rapide. Wir haben ein Russland, welches sich im Ukraine-Krieg in eine Kriegshysterie, in einen Militarismus und in ein Endsieg-Denken hineingesteigert hat, welches auch für uns zu einer realen Kriegsgefahr wird. Und wir haben einen US-Präsidenten, der vom Charakter und seinem intellektuellen Fassungsvermögen her weder für dieses Amt noch als Führer der westlichen Welt geeignet ist. Im Gegenteil, er demontiert die westliche Allianz.
China sollten wir nicht vergessen.
Richtig. Es kommt hinzu, dass China Russland massiv unterstützt und deutlich gemacht hat, dass es eine Niederlage Putins nicht zu akzeptieren bereit ist. Wir Europäer sind hingegen nicht bereit, die Niederlage der Ukraine zu akzeptieren. Damit befinden wir uns in einer strategischen Konfrontation mit China – und da gibt es immer noch Menschen bei uns, die behaupten, China sei lediglich ein "systemischer Rivale".
Mittlerweile kursieren Befürchtungen über eine Ausdehnung der globalen Konflikte bis hin zum dritten Weltkrieg. Was denken Sie?
Wenn wir der russischen Militärdoktrin folgen, befinden wir uns längst im dritten Weltkrieg. Denn die Russen gehen von einem nicht linearen Kriegsbild aus. Das heißt: Ein Krieg fängt schon an, bevor es zum offenen Kampf kommt – politischer, kognitiver und hybrider Krieg nennt man das. Die entscheidende Frage dabei ist, welches Risikokalkül im Kreml herrscht, das heißt, ab wann werden auch Waffen gegen den Westen eingesetzt. Nachdem Trump die Nato in Grund und Boden verteufelt und im neuesten Golf-Krieg gezeigt hat, wie konzeptionslos und konfus er in einer Krise vorgeht, kann das im Kreml eigentlich nur die Überzeugung gestärkt haben, dass man gegen die Nato militärisch eskalieren kann. Wir erleben das in diesen Tagen an vielen Stellen.
Könnte Russland das Baltikum im Visier haben, um die Nato zu testen?
Russland könnte im Baltikum Gebiete besetzen. Es könnte aber auch westliche Firmen angreifen, die Waffen für die Ukraine herstellen, oder auch Transportwege in die Ukraine zerstören. Derzeit erleben wir so etwas im Wege der hybriden Kriegführung. Das sind Anschläge gegen den Luftverkehr wie neulich in Leipzig, Todesdrohungen gegen die Chefs von Rüstungsfirmen, Anschläge gegen kritische Infrastruktur und die Militarisierung der sogenannten Schattenflotte. Und es sind die immer häufiger werdenden Drohungen mit Atomwaffen aus dem unmittelbaren Umfeld von Putin.
Was muss getan werden, um Russland besser abzuschrecken und weitere Eskalationen zu verhindern?
Es bedarf einer klaren und entschlossenen Antwort der westlichen Allianz auf die nicht lineare Kriegführung Russlands. Und dazu bedarf es eines amerikanischen Präsidenten, der den Ernst der Lage zur Kenntnis nimmt und führt. Den haben wir derzeit nicht. Die Europäer tun sich schwer, dieses Vakuum zu füllen, obwohl wir eigentlich in der Lage sein müssten, uns allein gegen Russland verteidigen zu können.
Wie ernst müssen wir die russische Armee nehmen, die sich nun seit Jahren in der Ukraine verkämpft?
Die russischen Streitkräfte bieten derzeit ein widersprüchliches Bild. Das Heer kämpft weitgehend mit einer Lumpenarmee aus schlecht ausgebildeten Freiwilligen und verliert an der Front pro Monat 35.000 bis 40.000 Soldaten. Die Luftstreitkräfte, die Raketeneinheiten und vor allem die Drohnenkräfte sind hingegen auf einem hohen Niveau und bleiben gefährlich. Und das gilt besonders für die Nuklearwaffen.
Professor Krause, vielen Dank für das Gespräch.
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Verwendete Quellen
- Persönliches Gespräch mit Joachim Krause via Videokonferenz
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