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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayRätselhafter Besuch in Moskau
"Ratcliffe könnte versuchen, Russland zu warnen"
26.08.2026 - 18:35 UhrLesedauer: 3 Min.

CIA-Chef John Ratcliffe: Über die Gründe für seinen Besuch in Moskau am Dienstag lässt sich derzeit nur spekulieren. (Quelle: IMAGO/Celal Gunes)
Zum ersten Mal seit 2021 ist ein amtierender CIA-Chef nach Moskau gereist. Der Besuch von John Ratcliffe lässt auch Experten rätseln.
Die Stippvisite des CIA-Direktors in Moskau wäre wohl nicht einmal bekannt geworden, hätte nicht jemand seine Fahrzeugkolonne gefilmt und die Bilder veröffentlicht. Doch auch am Tag nach John Ratcliffes Reise ist unklar, was den Chef des US-Auslandsgeheimdienstes nach Russland führte – und warum gerade jetzt.
Hochrangige Kontakte zwischen den USA und Russland hat es zwar auch nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 immer wieder gegeben; voriges Jahr traf sich US-Präsident Donald Trump gar persönlich mit Kremlchef Wladimir Putin in Alaska, aber sonst schickt Trump lieber seine Vertrauten Jared Kushner und Steve Witkoff nach Russland. Und die äußern sich in der Regel auch öffentlich zu den Anlässen ihrer Reisen.
Über die Gründe für die Reise von John Ratcliffe dagegen lässt sich nur spekulieren. Weder er selbst noch der US-Präsident äußerte sich zu den Inhalten seines Besuchs. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte nur, dass Ratcliffe zu Gesprächen "zwischen den Geheimdiensten" nach Moskau gekommen sei. Ein Treffen des Kremlchefs mit Ratcliffe gab es demnach nicht.
Ratcliffe nannte Putin einen "sehr üblen Akteur"
Zuletzt hatte 2021 der damalige CIA-Chef William Burns Russland besucht und dort auch mit Putin gesprochen. Burns versuchte damals wohl vergeblich, im Auftrag von US-Präsident Joe Biden, den russischen Einmarsch in die Ukraine zu verhindern. Über den Besuch von CIA-Chef Ratcliffe ist inhaltlich bislang nichts bekannt. Dennoch lässt er Fachleute aufhorchen.
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Das liegt zum einen an Ratcliffe selbst. Der konservative Republikaner aus Texas gilt zwar als loyaler Trump-Anhänger, teilt aber, zumindest seinen öffentlichen Aussagen nach, nicht die häufig unkritische Haltung des US-Präsidenten gegenüber Russland. So bezeichnete Ratcliffe den Kremlchef als "sehr üblen Akteur" und bestätigte auch explizit die russische Einflussnahme auf die US-Wahlen der vergangenen Jahre – keine Selbstverständlichkeit im Umfeld des US-Präsidenten.
Auch Kiesewetter kann "nur spekulieren"
Bekannt ist auch, dass Ratcliffe seit der Übernahme des CIA-Chefpostens im Januar 2025 regelmäßig mit dem Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergej Naryschkin, in Kontakt steht. Ein Treffen mit Naryschkin in Moskau läge daher nahe. Doch auch dann blieben die Fragen: Warum gerade jetzt und warum persönlich, wenn Ratcliffe und Naryschkin ohnehin in Kontakt stehen?


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