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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayDeutschlands Vorwürfe zum Drohnenangriff am Leipziger Flughafen seien eine »absurde Provokation«, sagt Russland. Die Maßnahmen seien zudem eine beispiellose Eskalation.
Quelle: DIE ZEIT, Reuters, pip 1. September 2026, 21:38 Uhr
Russische Regierungsvertreter haben die Schuldzuweisung Deutschlands nach einem versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle im vergangenen Monat zurückgewiesen. Die russische Botschaft in Deutschland teilte in einer Stellungnahme mit, die deutschen Vorwürfe seien eine »absurde« und »unbegründete Provokation«. Die angekündigten Maßnahmen kämen einer beispiellosen Eskalation in den russisch-deutschen Beziehungen gleich, hieß es weiter. Sie würden nicht ohne Folgen bleiben. Für diese trage die Bundesregierung die volle Verantwortung.
Der russische Botschafter habe die Anschuldigungen kategorisch von sich gewiesen, teilt die Vertretung mit. Von den Anschuldigungen profitierten nur die Ukraine, der militaristische Flügel der europäischen Elite sowie Rüstungshersteller.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax sagte der Sprecher der russischen Regierung, Dmitrij Peskow, es sei schwierig, die
Anschuldigungen gegen Russland zu kommentieren, weil Deutschland für seine
Schuldzuweisung keine Beweise vorgelegt habe. Die Sprecherin des
russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, teilte der Nachrichtenagentur dpa mit, die Antwort der russischen Regierung werde wie bei früheren einseitigen
und ungerechten Sanktionen ausfallen.
Bundesregierung schließt Russisches Haus und Generalkonsulat in Bonn
Auf einer Pressekonferenz machte die Bundesregierung Russland für den versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich und kündigte mehrere Maßnahmen zum Schutz gegen russische Bedrohungen an. Laut Außenminister Johann Wadephul (CDU) werden das russische Generalkonsulat in Bonn und das Russische Haus in Berlin geschlossen. Er bestellte zudem den russischen Botschafter ein. Die Sanktionen stellen die umfassendsten direkten diplomatischen Strafmaßnahmen gegen Russland dar, die es seit der russischen Invasion in der Ukraine Anfang 2022 gegeben hat.
Die Bundesregierung will den Angriff auch im Nato-Rat und beim EU-Außenministertreffen thematisieren. Sie verzichtet aber darauf, Artikel 4 des Nato-Vertrags zu ziehen, der Beratungen der Verbündeten vorsieht, wenn sich ein Nato-Staat für von außen gefährdet erklärt. Durch den Verzicht auf den Artikel lässt sich Deutschland eine weitere Eskalationsstufe in der Auseinandersetzung mit Russland offen.
Am 4. August war im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen eine mit Sprengstoff und einem Zündmechanismus präparierte Drohne entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft nahm Ermittlungen auf und sprach von einem »schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland«. Nach letzten Erkenntnissen waren insgesamt drei Drohnen involviert.


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